Praxisdialog Ernährung – rund ums Thema Alkohol, n-3-Fettsäuren und Hafertage

Für Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 ist Ernährung ein wichtiger Grundfeiler in der Therapie. Im Praxisdialog „Ernährung“ ging es um Empfehlungen zum Alkoholkonsum, zu n-3 Supplementen und die Wirksamkeit von Hafertagen.

Wer trinkt nicht gerne mal ein Glas Wein oder Bier? Der durchschnittliche Verzehr der Männer liegt dabei sogar bei 12l Bier/Person/Woche – und liegt damit deutlich über den Empfehlungen von 20g Alkohol/d (Frauen 10g/d). Wie sieht das ganze bei Menschen mit Diabetes mellitus aus? Ein moderater Alkoholkonsum scheint keinen Bezug zum nachfolgenden Blutzucker zu haben. Und bei Hypoglykämien? Der Abbau von Alkohol hemmt die Gluconeogenese (hierfür benötigtes NAD+ – Umwandlung von Malat zu Oxalacetat – wird für den Alkoholabbau in der Leber benötigt). Wird der Alkohol zur Mahlzeit zu sich genommen, muss sich anscheinend keine Sorgen um ein Hyporisiko gemacht werden – bei Nüchternheit hingegen erhöht sich Risiko gering. Glucagon hilft hier nicht! Studien zeigen auch, dass ein moderater Alkoholkonsum (10g Männer; 5g Frauen) positive Effekte auf das Diabetesrisiko hat.

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Rund um Typ-2-Diabetes

Die 2. Tageshälfte des gestrigen Nachwuchstages befasste sich mit dem Diabetes mellitus Typ 2. Zunächst wurde die Epidemiologie des Diabetes mellitus in Deutschland und Global – insbesondere dessen Inzidenz bis zum Jahr 2040 betrachtet. Erschreckend: Prognosen des Jahres 2003 zufolge sind 2025 333 Mio. Menschen an Diabetes erkrankt. Diese Zahl wurde bereits 2011 mit 366 Mio. Erkrankten deutlich überschritten. Auch wenn ein weiterer Anstieg schwer zu verhindern ist, so kann doch mit der Primärprävention (u.a. durch Hochrisikointervention und Populationsweite Intervention) großer Einfluss auf die Inzidenzrate genommen werden.

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Entscheiden für oder durch die Ernährung?

Glauben Sie, dass Ihre Ernährung Ihre Entscheidungen beeinflusst? Genau diese Frage stellten Bellucci et al. einer Reihe gesunder Probanden. Der überwiegende Konsens war „eher nicht“, wohingegen der gesundheitliche Einfluss der Ernährung weniger in Frage gestellt wurde. Doch was ist dran an der Theorie der Willensbeeinflussung durch Nahrung? In Ihrem Vortrag „Ernährung beeinflusst die Psyche und das Gehirn“ brachte S.Y. Park etwas Licht in das Dunkel eines bisher wenig untersuchten Forschungsgebiets.

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Entscheiden für oder durch die Ernährung?

Glauben Sie dass Ihre Ernährung Ihre Entscheidungen beeinflusst? Genau diese Frage stellten Bellucci et al. einer Reihe gesunder Probanden. Der überwiegende Konsens war „eher nicht“, wohingegen der gesundheitliche Einfluss der Ernährung weniger in Frage gestellt wurde. Doch was ist dran an der Theorie der Willensbeeinflussung durch Nahrung? In Ihrem Vortrag „Ernährung beeinflusst die Psyche und das Gehirn“ brachte S.Y. Park etwas Licht in das Dunkel eines bisher wenig untersuchten Forschungsgebiets. Weiterlesen

Kritischer Nachwuchs

Am letzten Tag bei dem Symposium „Ernährungsupdate“ im großen Mozart-Saal war für mich besonders der letzte Vortrag interessant. Es ging um „Hafertage“ – einen Therapieansatz, von dem ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Der Diabetesberater Mario Althaus erzählte von dem Therapieansatz der „Entlastungstage“, an welchen die Patienten ausschließlich Kohlenhydrate in hypokalorischer Form zu sich nehmen. Mit seiner lockeren und offenen Art weckte er bei mir großes Interesse, auch wenn dieser Therapieansatz zunächst seltsam klingt. Weiterlesen

Ernährung – von Irrtümern und Fallstricken in der Diabetes-Therapie

Die Optimierung der Ernährung ist ein wichtiger Baustein in der Diabetes-Therapie. Aus diesem Grund war Ernährung auch ein vielfach diskutiertes Thema auf der Diabetes-Herbsttagung:
In der Sitzung „Ernährungs-Updates I“ räumte Frau Professor Dr. Zopf in ihrem Vortrag „Nahrungsergänzungsmittel und Superfoods“ mit Irrtümern auf und stellte wichtige Interferenzen zwischen Diabetes-Therapie und dem Nähr- und Vitaminhaushalt der Diabetes-Patienten dar.  Weiterlesen

Darf da noch mehr Salz ran?

„Darf da noch mehr Salz ran oder werden wir alle krank durch zu viel Salz?“ Diese Frage beschäftigte auch alle Anwesenden beim Symposium „Salz – Fakten und Irrtümer“, in dem Herr Hoyer und Herr Unger diskutierten, ob die Empfehlung einer Salzrestriktion wirklich sinnvoll ist. Weiterlesen

Weg von der Projektitis!

Und hin zu Strukturänderungen – dies fordert Dr. Dietrich Garlichs in seinem Vortrag zum Thema „Von der Verhaltens- zur Verhältnisprävention – brauchen wir eine Zucker-/Fett-/Steuer?“

Für mich als hoffentlich zukünftigen Allgemeinmediziner in Mecklenburg Vorpommern ist die Fortbildung für Hausärzte am Samstag immer eines der Highlights des Kongresses, da man praktische Tipps für die Behandlung des Diabetes erfährt und einen Einblick in die neusten technischen und medikamentösen Möglichkeiten erhält. Im Saal Pfeiffer gab es am Samstag neben vielen anderen spannenden Themen wie der Therapie des Diabetes oder Neuigkeiten aus der Gesundheitspolitik auch einen interessanten Vortrag vom Geschäftsführer der Deutschen Diabates Gesellschaft, Dr. Dietrich Garlichs. Er sprach über die Prävention und erörterte die Frage, ob eine Steuer auf zucker- und fettreiche Produkte sinnvoll wäre. Weiterlesen