Viel Zucker, wenig Kinder?!

Die Geburtenrate in Deutschland liegt bei 759.000 Geburten, davon 6.745 Kinder mit einem präkonzeptionell bekannten Diabetes mellitus der Mutter (0,89%). Davon ist die Mehrzahl an Typ-2-Diabetes (0,6-0,7%), ein Minderteil an Typ-1-Diabetes (0,3-0,4%) betroffen. Wie sieht es bei den Frauen aus, bei denen in der Schwangerschaft zum ersten Mal erhöhte Blutzuckerwerte auffallen? Goldstandard zur Sicherung der Diagnose „Gestationsdiabetes“ ist ein 75g oraler Glucose-Toleranz-Test (oGTT), welcher in der 24-28 SSW durchgeführt werden sollte.

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54. DDG-Kongress, ein unbezahlbares Erlebnis!

Alles Gute liebe DDG : )

Ich hatte die Gelegenheit dieses Jahr als Reisestipendiatin an der 55-jährigen DDG Jubiläumsfeier teilzunehmen. Neben der Möglichkeit vielen sehr interessanten Beiträgen zuzuhören, hatte ich die Gelegenheit auch selber einen Vortrag im Kongress zu halten. Das Präsentieren war für mich ein unbezahlbares Erlebnis, welches ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

Ganz besonders hilfreich waren für mich die Vorträge am Nachwuchstag. Hier hatte ich die Möglichkeit einen ganzheitlichen Blick über verschiedene Forschungsbereiche zu bekommen.  Zwei Vorträge möchte ich hier besonders hervorheben. Zum einen den Beitrag von Herrn Professor Kuß über statistische Testverfahren. Dieser beschrieb im Wesentlichen, dass der p-Wert alleine kein sinnvolles Maß ist, um die Größe eines Effektes zu beurteilen. Zum anderen den Vortrag von Herrn Dr. Dominik Pesta über Bewegungskonzepte bei der Behandlung von Diabetes mellitus. Dieser befasste sich mit der Thematik, dass Patienten mit Typ-1-Diabetes, wie auch Patienten mit Typ-2 Diabetes in gleicherweise von den positiven Wirkung der Bewegung profitieren. Hier ist allerdings zu beachten: Die Insulindosis und Kohlenhydratzufuhr muss berücksichtigt werden. Ebenfalls das erhöhte Hypoglykämierisiko bis 24 Stunden nach einer sportlichen Aktivität.
Zusammenfassend wurde erklärt, dass ein Bewegungstraining zumindest an jedem 2. Tag durchgeführt werden sollte, um die glykämische Kontrolle nachhaltig zu optimieren.

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Kann man Diabetes mellitus Typ 2 heilen ?

Die Möglichkeit einer Heilung der Erkrankung des Diabetes mellitus Typ 2 auf Basis der gängigen Doppelzyklus-Hypothese zur Ätiologie der Erkrankung wurde auf dem diesjährigen DDG-Kongress diskutiert. Die Doppelzyklus-Hypothese, geht von einer Ansammlung von Fett in der Leber und sekundär in der Bauchspeicheldrüse aus. Diese Ansammlung führt zu sich selbst verstärkenden Zyklen, die zusammenwirken und Typ-2-Diabetes hervorrufen.
Die Session wurde geleitet von Michael Roden und Andreas Birkenfeld und umfasste vier interessante State-of-the-art-Vorträge.

In Vorträgen von Roy Taylor, Andreas Birkenfeld, Francesco Rubino und Arya Mitra Sharma wurden verschiedenste Gesichtspunkte von internistischen oder chirurgischen Therapieansätzen mit vorübergehender oder dauerhafter Remission des Typ-2-Diabetes (normalisierter HbA1c ohne Einnahme von anti-diabetischer Medikation) beleuchtet. Die in Großbritannien durchgeführte DIRECT-Studie zeigte eine langfristig stabile Remission des Typ-2-Diabetes mittels intensiver Ernährungstherapie in Hausarztpraxen mit jährlichen Follow-up‘s im Rahmen eines Initativprogrammes.

Große Hoffnungsträger im medikamentösen Bereich sind die relativ neuen antihyperglykämen Substanzklassen der GLP-1-Analoga und SGLT2-Inhibitoren. Vor allem letztere konnten in den bisher publizierten Studien eine blutzuckersenkende Wirkung und einen protektiven Effekt, der mit Diabetes mellitus assoziierten, kardiovaskulären Gefäßerkrankungen zeigen. Und auch eine Gewichts- und Leberfettreduktion konnte in diesen Studien gezeigt werden.

Die bariatrische Operation (Magenbypass; Schlauchmagen) wird seit Jahren erfolgreich eingesetzt, um vor allem die Diabetes mellitus-assoziierte Adipositas zu behandeln und eine langfristige Remission metabolischer Erkrankungen, neben dem Übergewicht, zu erreichen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Referenten der verschiedenen Fachbereiche waren sich einig, dass die Erkrankung „Diabetes mellitus Typ 2“ potenziell reversibel ist, wenn überschüssiges Fett in Pankreas und Leber abgebaut wird. Somit ist eine stabile Gewichtsreduktion ausschlaggebend – eine Remission hält so lange an, wie das Gewicht stabil reduziert bleibt. Medikamentös, operativ oder Ernährungsinterventionen – für die Normalisierung des Gewichts bleiben diese Therapien weiterhin der erste Ansatzpunkt im Kampf gegen die Epidemie des Diabetes mellitus Typ 2.

Theresia Sarabhai

Kaffee – Unser ständiger Begleiter?

Die Ernährung gilt als modifizierbarer Risikofaktor für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Entsprechende diätische Interventionen können bekanntermaßen zu einer Verbesserung des Krankheitsverlaufes führen, indem das Körpergewicht reduziert wird.

Allerdings stellt sich natürlich die Frage, was eine diabetesgerechte Ernährung wiederspiegelt. Welche Lebensmittel wirken sich protektiv auf den Stoffwechsel aus und welche sollte man lieber in Maßen genießen oder sogar lieber meiden? Und wie gesund ist das Lieblingsgetränk vieler Deutscher? Schließlich zählt Kaffee zu den am häufigsten konsumierten Getränken. Weltweit werden pro Tag 3 Millionen Tassen an Kaffee verzehrt. Ist es ratsam diesen Kaffeekonsum einzuschränken?

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Diabetes subphenotypes and precision medicine

Precision medicine is a new direction in diabetes therapy which considers a stepwise approach, incorporating the evidence from clinical studies, in order to achieve quantifiable, implementable outcomes based on diabetes etiology and risk of developing certain complications.
The traditional classification into type 1 and type 2 diabetes has proven useful in differentiating distinct pathophysiological mechanisms with clear therapeutic implications, yet it remains insufficient in explaining the wide variety of clinical manifestations of this disease. Furthermore, algorithms of prediction and prevention of diabetes complications, the rate of beta-cell failure, the proper methods of weight management, or medication suitability remain scarce. Precision medicine is the concept that specific treatments can be targeted to groups of individuals with specific genetic or metabolic features.
New technological and clinical developments coupled with increased statistical sophistication introduced diagnostic and therapeutic methods with a comprehensive understanding of the physiopathology behind type 2 diabetes. Thus it could be revealed that patterns of metabolic phenotype variation in humans can also distinguish subgroups of patients with similar metabolic traits. This was valid for both overt type 2 diabetes and prediabetes. By using clustering algorithms, research groups from Düsseldorf and Tübingen showed, using the well phenotyped German cohorts of patients with diabetes (German Diabetes Study) and prediabetes (PLIS Study), that specific metabolic features can be used to subdivide cohorts of patients into groups with similar patterns. Specific clusters were then showed to have rapid progression of microvascular and/or macrovascular complications or require aggressive escalation of therapy.
Making the correct and precise diagnosis can be challenging, but it is crucial to prevent long-term morbidity and mortality. Given the plethora of treatment options and clinical examinations, the challenge lies in finding simple clinical measures to identify patients at risk and subsequently matching the right drug with the right patient at the right time to obtain the best clinical outcome.

Patricia Zaharia

Can we treat type 2 diabetes by losing body weight?

Roy Taylor, Professor of Medicine and Metabolism, has been shown that type 2 diabetes is a reversible condition. After several humans study in which a very low-calorie diet was supplied, he concludes that type 2 diabetes is curable. The “sugar disease” can be treated by the simple fact of losing weight, driving by a reduction in body fat. Now the question is which role does body fat play in glucose homeostasis?

The importance of liver fat content

When we see people, we just see how they look like on the outside, but we cannot imagine how much fat can be around important organs such as liver. There is no doubt that obesity is a risk factor for the developing of type 2 diabetes. People who have been in a positive calorie balance for some years, they have increased liver fat content.

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Nicht-medikamentöse Diabetes-Therapie

Nahrungsergänzungsmittel – sinnvolle Zusatzempfehlung oder evidenzlose Überflüssigkeit?

Die nicht-medikamentöse Therapie des Diabetes mellitus besitzt einen hohen Stellenwert, insbesondere im Typ-2-Diabetes (T2DM). Angefangen mit der Umstellung der Ernährung und vermehrter körperlicher Aktivität bei Patienten mit metabolischem Syndrom und T2DM, bis hin zur bariatrischen Chirurgie bei stark übergewichtigen Diabetespatienten werden viele dieser nicht-medikamentösen Therapiestrategien von ÄrztInnen, ApothekerInnen und DiabetesberaterInnen empfohlen bzw. angewendet. Eine weitere Form der nicht-medikamentösen Diabetestherapie ist der Einsatz von Nahrungssupplementen, welche sich positiv auf den Blutzuckerspiegel, die Insulinsensitivität und die Blutlipide auswirken. Hierzu gab Prof. Skurk einen schönen Überblick in seinem Vortrag „Supplemente bei Diabetes“.

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Zuckersüßer Hustensaft zur Therapie des honigsüßen Durchfluss?

„Aus alt mach‘ neu“ „der zweite Frühling“ „das ist voll retro, aber total modern“

Nur einige wenige Ausdrücke aus unserem alltäglichen Leben, welche sich aber immer mal wieder als wahr herausstellen. Wer hätte gedacht, dass sich zuckersüßer Hustensaft als potienzielles Therapeutikum für Typ-2-Diabetes eignet? Ich zumindest nicht! So hinterließ der Vortrag über peripher wirkende Dextromethorphan Derivate einige bleibende Eindrücke.

Kurz vorweg: Es konnte bereits 2015 gezeigt werden, dass Dextromethorphan (DXM), vielen als Bestandteil von Wick MediNait® besser bekannt, die Glucose-abhängige Insulin-Freisetzung aus den Inselzellen des Pankreas erhöht. Dieser Effekt wird v.a. über eine NMDA-Rezeptor-antagonistische Wirkung erklärt.

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Nachwuchs wird hier ganz groß geschrieben!

Es gibt 7 Millionen Menschen in Deutschland, die an Diabetes mellitus Typ 1 und 2 erkrankt sind. In den nächsten 20 Jahren wird die Zahl voraussichtlich um 50-75% ansteigen. Mit diesen harten Fakten starteten Frau Prof. Schürmann und Frau Prof. Kellerer in ihren Vortrag „Wer forscht und versorgt in Zukunft“. 

Sie verdeutlichten vor allem die Diskrepanz zwischen der Prävalenz des Diabetes in der Bevölkerung und den gehaltenen Diabetes-Vorlesungen und Seminaren in der Lehre. Auch in meinem eigenen Studium wird die Diabetologie in der Lehre eher wenig thematisiert. Das Interesse an diesem Fach ist dadurch im Durchschnitt bei meinen Kommilitonen eher gering. 

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Die Rolle des ZNS in der Entwicklung von Typ-2-Diabetes

Dass Insulin nicht nur an den Körperzellen in Muskeln, Fett und Leber wirkt, sondern auch im Gehirn, ist seit einiger Zeit bekannt. Mit Hilfe von Insulinrezeptoren, die sich in vielen Gehirngebieten, wie dem Hypothalamus, befinden, entfaltet das Hormon hier seine Effekte auf das Essverhalten, den Energie- und den Glukosehaushalt. Im Typ-2-Diabetes ist es nachgewiesen, dass es auch im Gehirn zu einer Insulinresistenz kommen kann, die sich negativ auf den Blutglukosespiegel auswirkt.  Prof. Dr. med. Heni hat im Rahmen des DDG-Kongresses das Thema der zerebralen Insulinresistenz behandelt.

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