Mikrobiotamodulation zur Prävention des Metabolischen Syndroms

Unser Mikrobiom steht im direkten Austausch mit unserer Nahrung. Was sich also in unserem Darm tummelt, können wir durch unsere Ernährung (zumindest zum Teil) direkt beeinflussen. Umgekehrt kann das Mikrobiom auch unsere Ernährungsgewohnheiten widerspiegeln (passend zum Konzept der „Western style diet“ kann man auch das Pendant der „western microbiota“ beobachten).

Welche Rolle das Mikrobiom in der Pathogenese des metabolischen Syndroms spielt, stellte Professor Dr. med Stephan C. Bischoff in einem Vortrag im Rahmen des diesjährigen Diabetes Kongresses der DDG heraus.

Das Mikrobiom leistet einen Beitrag zu unserer Gesundheit, etwa durch die Bereitstellung von Energie und Substraten. Andererseits können Dysbiosen, die durch eine Fehlernährung und Hyperglykämie hervorgerufen werden können, zu unerwünschten Folgen führen – so etwa zu einer Barrierefunktionsstörung des Darms („leaky gut“), subklinischer Inflammation und einer verringerten Produktion von kurzkettigen Fettsäuren. Diese Störungen haben ihrerseits einen Einfluss auf Pathogenese der metabolischen Entzündung.

Die gute Nachricht: Diese Veränderungen sind reversibel und können aktiv durch die Ernährung beeinflusst werden. Eine Mikrobiotamodulation bietet also einen Ansatzpunkt die Darmbarriere zu stabilisieren, um vor der Entwicklung eines metabolischen Syndroms zu schützen. Dafür eignet sich unter anderem eine zuckerarme, ballaststoffreiche Ernährung oder die mediterrane Ernährungsweise.

Isabelle Dombeck

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