Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1 – Alle haben unterschiedliche Ansprüche an die Technologie

Aus dem pädiatrischen Blickwinkel betrachtete Dr. Simone von Sengbusch die aktuellen Anforderungen an die Diabetestechnologie im ersten Beitrag des DDG Symposiums „Diabetestechnologie in besonderen Lebensphasen“.

Nicht nur die Kinder selbst, sondern auch die Eltern der jungen Patientinnen und Patienten mit Diabetes stellen Ansprüche an die Diabetestechnologie. Die Eltern seien sich meist einig, dass die Geräte möglichst klein, diskret und stabil arbeitend sein sollten, am besten mit einer hohen Automatisierung.

Doch gerade das Alter der Kinder verändere stark die individuellen Anforderungen an die Geräte. Je jünger das Kind bei der Manifestation ist, desto passgenauer müsse die Therapie sein, postulierte Dr. von Sengbusch. Zudem betonte sie das aktuelle Problem der besonders kleinen Kinder: Die meisten Insulinpumpen in Kombination mit Sensorkopplung seien erst ab einem Alter von sechs oder sieben Jahren verordnungsfähig, obwohl die Studienlage die Vorteile einer möglichst früh einsetzenden Insulinpumpentherapie gut belege.

Das CGM betreffend wünschten sich die Patienten eine möglichst geringe Anzahl an Fehlalarmen, eine kurze Einführnadel, hautfreundliche Pflaster und Apps zum Mitlesen für die Eltern.

Bei den Insulinpumpen hingegen spiele die Upgradefähigkeit eine große Rolle, um immer auf dem neuesten Stand der Technologie zu sein. Hier sei auch die Variabilität der Katheter wichtig, da die Kinder eben unterschiedlich groß sind und unterschiedlich viel Fettgewebe haben.

Abschließend gab Dr. von Sengbusch den Ausblick, dass die vielen positiven Studienergebnisse zur (sensorgesteuerten) Insulinpumpentherapie zukünftig die Leitlinien verändern könnten.

Josefine Schmüdderich

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