Bempedoinsäure – Der neue Hoffnungsträger in der Lipidtherapie

Krankheiten des Herzkreislaufsystems gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Zu den wesentlichen Risikofaktoren gehört die Hyperlipidämie. Eine Senkung der LDL-Konzentration führt zu einer dramatischen Reduktion des kardiovaskulären Risikos.

Die aktuelle ESC/EAS-Leitlinie fordert daher straffe Therapieziele, doch die Behandlungsrealität zeigt, dass viele Patientinnen und Patienten mit einem sehr hohen Risiko, beispielsweise Diabetespatienten, unter Lipidsenker-Therapie nicht ihren Therapiezielwert erreichen. Hierfür sind häufig Statin-assoziierte Nebenwirkungen und ein verminderter Einsatz von „add-on Therapien“ verantwortlich. Die Bempedoinsäure, welche noch nicht in die Leitlinie aufgenommen wurde, stellt eine neue Therapieoption dar. Die zu Grunde liegenden Daten präsentierte Professor Dr. med. Sebastian Schmid auf dem digitalen Diabetes Kongress in seinem Vortrag „Bempedoinsäure – Das neue orale Add-on zur Kontrolle der Lipid-Werte“.

Bempedoinsäure hemmt die ATP-Citrat-Lyase. Das Enzym ist der HMG-CoA-Reduktase vorgelagert und wird nicht im Skelettmuskel, sondern nur in der Leber exprimiert. Dies wirkt sich positiv auf das Nebenwirkungsprofil und insbesondere auf die Entstehung von Myopathien aus. Die Therapie mit Bempedoinsäure wies additiv zur maximal verträglichen Statin-Therapie eine signifikante Senkung des LDL-Cholesterin-Wert placebokorrigiert in Relation zum Ausgangswert auf. In der Fixkombination mit Ezitimib zeigte der Arzneistoff noch eine deutlich größere Absenkung der LDL-Cholesterin-Konzentrationen.

Fazit: Bempedoinsäure erweist sich durch sein gutes Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil als sinnvolle Erweiterung des bisherigen Therapiespektrums.

Melissa Asuaje Pfeifer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.