Behandlung und Beratung des Typ-2-Diabetes und allgemeine Trends in der privatisierten medizinischen Versorgung

Beziehen möchte ich mich in diesem Beitrag auf die sehr aufschlussreichen Beiträge im Nachwuchssymposium der DDG zum Thema Grundlagen des Typ-2-Diabetes. Als Grundlagenforscher in diesem Bereich dachte ich zunächst es würde genau um meinen Arbeitsalltag gehen. Das war allerdings nicht korrekt, da es sich um die Grundlagenversorgung der Patientinnen und Patienten handelte. Dadurch war der Beitrag für mich aber nicht weniger interessant.

Das was ich als klinischer Laie mitgenommen habe ist: In der Versorgung von Menschen mit Typ-2-Diabetes kommt es sehr stark darauf an, dass die Behandelten gut informiert und in der Lage sind die Behandlung mit dem eigenen Verhalten zu unterstützen. Das ist sehr allgemein gehalten und wirkt sich auf viele Aspekte der Behandlung aus wie zum Beispiel eine Änderung des Lebenswandels, der richtige Umgang mit den möglichen Medikationen, die Signale des eigenen Körpers richtig zu deuten, die korrekte Blutzuckermessung und vieles mehr. Der Punkt soll hier einfach sein, dass der Aufwand, der an einer solchen Behandlung hängt für die Beteiligten sehr hoch ist.

Am selben Tag, vielleicht zwei Stunden später, schickte mir dann ein Freund aus dem Studium Folgenden Artikel: https://www.zeit.de/2021/20/helios-kliniken-corona-hilfen-stellenabbau-krankenhauskette-patienten?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F.

Die kurze Zusammenfassung wäre, dass sich viele Kliniken jetzt an den Stellenabbau der Ärzteschaft machen, weil beim Pflegepersonal schon bis an die Grenze des Möglichen gekürzt wurde. Alles für den Profit versteht sich. Daraus ergibt sich eine gewisse Spannungslage für alle Beteiligten.

Aus diesem Grund möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Ärztinnen und Ärzten und natürlich auch beim beratenden und pflegenden Personal bedanken, dass sie sich diesem Spagat täglich stellen, um den Menschen (mit und ohne Diabetes) bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen. Ein weiterer Dank soll an die DDG als solche gehen, die für die Gesellschaft in die Bresche springt und versucht mit ihren Programmen und Initiativen ein relevantes Gegengewicht zur Lebensmittel-Lobby aufzubauen.

Dennis Brüning

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