Alles hängt zusammen – wie unsere Umgebung auf uns zurück wirkt.

Der Titel lässt es vielleicht erahnen. Es soll in diesem Eintrag um die Einführungsveranstaltung gehen. Speziell um den, meiner Meinung nach, hervorragend gewählten Beitrag von Jan Gehl „One hour a day“. Als ich gelesen habe, dass der Keynote-Vortrag des Diabetes Kongresses von einem in der Stadtplanung tätigen Architekten stammt, war ich zunächst überrascht. Doch es wurde bereits in den ersten Folien klar, dass dieser Vortrag genau dort hingehört.

Es ging in dem Vortrag darum, dass die Auslegung der Städte sich in eine Richtung entwickelt hat, in der nicht mehr der Mensch im Mittelpunkt steht. Im Fokus lag stattdessen die Möglichkeit, viele Menschen auf engem Raum unterzubringen und viel Platz für Autos zu schaffen. Dafür mussten Begegnungsstätten weichen und es wurde zunehmend unattraktiv zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Das führte dann mit dazu, dass sich die Menschen weniger bewegten, was den Diabetes in der Gesellschaft förderte. So wirkt die Stadtplanung direkt auf uns zurück und kann auch mit der Häufung der Typ-2-Diabetesfälle zusammenhängen.

Dieser Satz aus dem Titel „Alles hängt zusammen“ passt aber auch zu einem sehr aktuellen wissenschaftlichen Anliegen, der interdisziplinären Forschung. Daher ist es auch besonders schön, wie Herr Gehl beschrieben hat, dass seine Konzepte, die den Menschen wieder in den Fokus der Stadtplanung bringen, hauptsächlich von Gesprächen mit seiner Frau beeinflusst sind, die fachlich in der Psychologie zuhause ist. Manchmal ist der kompetente Blick von außen eben entscheidend.

Schlussendlich wurde schön gezeigt, wie die Architektur mit Hilfe der Psychologie einen wichtigen Wandel erfährt, wodurch die große Relevanz für die modernen Probleme der Medizin deutlich wird. Alles hängt zusammen! Die Herausforderung ist es, die Verknüpfungspunke zu finden. Die Inspiration kann von überall kommen, wenn man sich ihr öffnet!

Dennis Brüning

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