Zum Ende des Tages: Der diabetische Fuß

Von Heike Rukundo

Auf diesen Themenblock habe ich mich am meisten gefreut: Interdisziplinäre Behandlung des diabetischen Fußsyndroms und ich wurde nicht enttäuscht.

Zunächst wurde die Wichtigkeit der Schuhversorgung erläutert. Mir war noch nicht bekannt, dass der Goldstandart zur Ulcus-Heilung ein in Gips eingebetteter Fuß ist. Diese Therapie ist hochwirksam, wird jedoch aus verschiedenen, nachvollziehbaren Gründen nicht durchgeführt und interessanterweise auch von den Krankenkassen nicht bezahlt.

Die orthopädischen Schuhe gewinnen natürlich in der Praxis. Allerdings ist es wichtig, den Patienten zum Tragen zu animieren/motivieren. Denn der beste Schuh nützt nix, wenn er nicht getragen wird und die Patienten-Compliance ist hier nicht die Allerbeste. Am besten trägt der Patient nur noch den angefertigten Schuh und  entsorgt alle anderen. Im Übrigen entspricht dies auch weitestgehend der Philosophie unseres Hauses.

Auch in der gefäßchirurgischen Versorgung bezüglich operativer Revaskularisation oder Amputation beim diabetischen Fußsyndrom konnte ich Parallelen zur Versorgung in unserem Haus entdecken. Die Notwendigkeit einer Revaskularisation, um die Durchblutung – und so den Heilungserfolg zu gewährleisten – durfte ich im Rahmen meiner Tätigkeit im Gefäßzentrum selbst erleben. Auch die gelobten Hybrid-Eingriffe werden bei uns durchgeführt. Alles in allem waren es interessante und informative Vorträge, die die Notwendigkeit der interdisziplinäre Behandlung des diabetischen Fußsyndroms nochmal verdeutlicht haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.