„Zucker im ersten Dienst“

Wer kennt es nicht? Nach vielen Jahren Studium hat man endlich die Approbation in der Tasche, die erste Assistenzarztstelle erfolgreich angetreten und dann ist es so weit: der erste Nachtdienst! Aufregung. Bauchkribbeln. Ein kleines bisschen Angst. Was, wenn etwas Unerwartetes  passiert und ich nicht weiter weiß? Was, wenn ich als Arzt versage oder einen Fehler mache? Viele können sich an diese Gedanken und Gefühle  erinnern.

Um uns Klinikernachwuchs etwas die Sorge vor diabetologischen Notfallsituationen zu nehmen, stellte Prof. Seufert im Rahmen seines Workshops „Zucker im ersten Dienst“ verschiedene Fallbeispiele vor.

Herr Müller mit der Blutzuckerentgleisung bei Typ-2-Diabetes. Frau Meyer mit der schweren Hypoglykämie. Frau Jansen mit dem steroidinduzierten Diabetes. Und Herr Schmitz mit der hyperosmolaren Entgleisung.

Anhand dieser Fälle besprachen wir das Prinzip der basal unterstützten oralen Therapie (BOT), des Basis-Bolus-Prinzips, der Besonderheiten bei Niereninsuffizienz, der Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution und der richtigen Glukosetherapie im Beisein der Nachtschwester.

Es war ein wunderbares Seminar. Nach reger Diskussion, vielen Anregungen, Diagnostik- und Therapievorschlägen fühlen wir uns nun um einiges gestärkt, um den ersten Nachtdienst mit ein bisschen weniger Bauchkribbeln zu bestreiten.

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