Wer hat an der Uhr gedreht…

…ist es wirklich schon so spät? Der Kongress ging viel zu schnell vorbei! Liebe DDG: Danke für die vielen schönen Momente!

In Bochum startete ich mit stockdusterem Himmel, Hagel und Gewitter. „Fängt ja schonmal gut an“, dachte ich mir. Doch angekommen in Berlin: Strahlend blauer Himmel!

Neben vielen Sonnen-Momenten, Kaffee auf der City-Cube-Terrasse mit großartigen Leuten und tollen neuen Bekanntschaften (Grüße nach Aachen, Nürnberg und Würzburg!) durfte ich viele lehrreiche Vorlesungen besuchen und Gespräche führen.

Der 20er-Jahre-Abend, der musikalisch u. a. von den „Sugar Daddys“ (einer Diabetologen Band) begleitet wurde, rundete den Berlin-Besuch noch ab. An der E-Gitarre der „Suggar Daddys“: der diesjährige Kongresspräsident Prof. Roden.
Ich war einfach nur „baff“, was Ärzte so in ihrer Freizeit machen. Einfach cool! Es hätten auch hauptberufliche Musiker sein können – die Tanzflächen waren noch bis spät in die Nacht voll!

Und der Nachwuchstag für uns Stipendiaten? Besonders hängen geblieben sind die Vorträge von Frau Dr. Daniel und Herrn Knoch:

Frau Dr. Daniel vermittelte uns die Vision des Hemholtz Zentrums (München): Mechanismen der Immuntoleranz erforschen und diese wiederherstellen. In der Session „Typ-1-Diabetes“ und Ihren Vorträgen „Immunmodulation in Typ-1-Diabetes: Welche Voraussetzungen benö-tigt eine „Diabetesimpfung“?“ und „Einfluss von micrRNAs auf die Funktion regulatorischer T-Zellen bei Typ-1-Diabetes“ ging Frau Dr. Daniel auf die komplexe Entstehung von Diabetes mellitus Typ 1 und den Einfluss von micrRNAs auf die Funktion.

Herr Knoch ging in seinem Vortrag auf die Diskussion zur Korrelation zwischen Enteroviren und Typ-1-Diabetes ein. Im Menschen könne der Enterovirus nicht im exogenen Gewebe replizieren, daher bliebe nur die β-Zellen.

Weitere Stichpunkte zum Nachwuchstag:

  • Micro RNA200 (und mgh1) spielen eine wichtige Rolle bei DNA-Reparatur und In-flammation. Erhöhte Level seien bei DNA-Schäden und diabetischen Komplikationen festzustellen (z.B. Fibrose und Nephropathie). Interessanterweise blieben Patienten ohne diese erhöhten MicroRNA-Level oft von Folgeschäden verschont.
  • Hydroxyacetat als ein Korrelat für Folgeerkrankungen, je mehr desto weniger Folgeerkrankungen seien festzustellen.
  • RAGE ist ein zentrales Protein der gestörten DNA Reparatur bei Diabetes Mellitus. Akkumulation von Kollagen führe zur Fibrose, dieses dann zur Insulinresistenz. Transformation von hoch phosphoryliertem RAGE ließe die Fibrose rückgängig machen.

Was ich vom Kongress mitnehme? Die positive Energie! Das Gefühl, dass wir zusammen was verändern können und dass IHR/SIE schon so viel für uns macht bzw. machen! Mich hat der Kongress jedenfalls motiviert, mein Studium auch weiterhin durchzuziehen, weiterzumachen und nicht aufzugeben. Es war so inspirierend zu sehen, was IHR/SIE für uns leistet/leisten!
Dies war mein erstes Mal auf dem Kongress.

Annamarie Freya Fronius

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