Wenn aus Social Network Wissenschaft wird

Instagram, Twitter, Facebook und WhatsApp sind Namen, die jeder kennt und mit etwas verbindet. Das soziale Netzwerk war bis jetzt für mich nur ein Tool zur Kommunikation und zum Zeitvertreib. Schnell eine WhatsApp geschrieben, ein Bild bei Instagram gepostet und eben noch den Status bei Facebook geändert. Was heutzutage so einfach für jedermann geht, ging 2008 als Ijad Madisch ResearchGate gründete nur schwer.

 Der diesjährige Fest- und Eröffnungsredner meinte es genauso damals wie auch heute ernst, als er verkündete, die Welt zu verändern und den Nobelpreis anstrebt. Am Anfang nur müde belächelt und von seinem Chef vor die Wahl gestellt, ob er entweder seinen Traumgespinnst nachläuft oder seinen Job behalten kann, entschied sich Madisch dafür, dass er mehr kann.

Aus einem kleinen Kellerprojekt nach dem Beispiel von Gates, Zuckerberg und Steve Jobs entwickelte Madisch mit tatkräftiger Unterstützung seiner Freunde das ResearchGate. Eine Art social network für die Wissenschaft. Vorbei sind die Zeiten der Postkarte, die die neusten Errungenschaften der Forschung verteilt. Teilen geht jetzt auf Knopfdruck!

Das Potential in der Idee wurde nicht nur von seinen Freunden gesehen, sondern selbst von Frank Thiel und Bill Gates, die großzügig in Madisch investierten, damit seine Plattform aktuell 130 Millionen Publikationen für mehr als 15 Millionen Mitglieder anbieten kann.

Zum Abschluss seines grandiosen Vortrags ließ er noch einen Ausblick auf eine mögliche vernetzte Forschung der Zukunft zu. Automatisierte Forschung und verarbeitete Daten werden laut Madisch bald zu dem nächsten Sprung in der Wissenschaft führen.

2029 ist vielleicht das Jahr, in dem Ijad Madisch, ein kleiner Gründer aus dem Keller und dann Nobelpreisträger, einen Vortrag über die Quantensprünge der automatischen Forschung hält.

Lauritz Hübel

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