Wege zum Glück für Arzt und Patient

Mal ehrlich: Trotz aller Fürsorge und moderner Behandlungsmethoden ist Diabetes alles andere als pure Freude. Selbstdisziplinierungsmaßnahmen und Blutzuckermessgerät werden zu ständigen Begleiter. Manch einer sieht seinen Diabetologen häufiger als die eigene Familie. Kann man mit Diabetes glücklich werden? Kann es der Arzt, der kranken, unzufriedenen und teilweise uneinsichtige Patienten betreut?

IMG-20151106-WA0024Ja, sagt Dr. Volker Busch. Es gibt einen Weg zum Happy End für Arzt und Patient. Wie dieser aussieht erklärt der Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie in einem Vortrag während der Eröffnungsveranstaltung. Mit viel Humor empfahl er den Anwesenden Strategien, um sich selbst und ihre Patienten glücklicher zu machen.

Ein wichtiger Punkt: das Patientengespräch. Obwohl es als elementarer Baustein der ärztlichen Untersuchung allgemein akzeptiert ist, sind Kommunikationstechniken kein Bestandteil der medizinischen Grundausbildung. Reden kann natürlich jeder. Die richtigen Worte finden viele dabei aber nicht. Denn auch Ärzte haben selten auf Anhieb die richtige Antwort parat. Um dieses Unwissen zu kaschieren, verfallen sie in Phrasen wie „wir tun, was wir können“. Solche Antworten sind nicht nur unbefriedigend, sie wirken auch überheblich. Unbewusst neigen viele Ärzte auch zu Negativ-Formulierungen. Wohin schlechte Kommunikation führen kann, zeigt der Nocebo-Effekt: Therapien schlagen nicht an oder verschlimmern den Zustand des Patienten sogar, wenn dieser nicht an ihren Erfolg glaubt. Deshalb sollten Diabetologen sich immer wieder daran erinnern ihren Patienten nicht als Fall, sondern als Menschen anzusehen, Verständnis und Optimismus ausstrahlen. Nur so wird der Patient sich für die Ratschläge seines Arztes öffnen.

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