Was is(s)t eigentlich gesund?

Es gibt viele verschiedene Ernährungstrends. Jedes Jahr werden neue Kostformen sowie auch einzelne Lebensmittel als besonders gesund hervorgehoben. Doch was ist dran an den Trends und wie sieht eine gesunde Ernährung wirklich aus? Die wissenschaftliche Studienlage zu diesen Fragen präsentierte Prof. Dr. Stefan Lorkowski in der Session „Abenteuer Ernährung“.

Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit. Eine gesteigerte Energieaufnahme durch einen hohen Verzehr von zugesetztem Zucker, raffinierter Stärke, gesättigten Fettsäuren und hochverarbeiteten Lebensmitteln führt zu einer Erhöhung des Body-Mass-Index (BMI), der Blutglukose- und Blutdruckwerte sowie des LDL-Cholesterinspiegels und damit zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von lebensstilbedingten Erkrankungen.

Mithilfe von spezifischen Diäten versuchen wir gegen diese Entwicklung anzukämpfen und die optimale Ernährung zu finden. Allerdings zeigen die aktuellen Studien, dass die bestehenden Empfehlungen der Ernährungsfachgesellschaften weiterhin gelten. Für eine gesunde Ernährung sollten wir versuchen,

  • Lebensmittel möglichst frisch zuzubereiten und nur wenige hochverarbeitete Lebensmittel und Fast Food zu verzehren, da dies zu einer erhöhten Energiezufuhr und daraus resultierend zu einer Zunahme des Körpergewichts führt.
  • mehr Ballaststoffe aufzunehmen, denn ein erhöhter Verzehr von Ballaststoffen und Vollkornprodukten senkt die Gesamtmortalität, das Risiko für Typ-2-Diabetes und Dickdarmkrebs und führt zu einer primären Prävention einer koronaren Herzkrankheit (KHK).
  • möglichst ausgewogen und abwechslungsreich zu essen und auf die Qualität der Makronährstoffe zu achten. Dabei gilt: Zu viele gesättigte Fettsäuren sind genauso ungesund sie zu viele freie Zucker und raffinierte Stärke.

Diese Erkenntnisse zeigen, dass es nicht die eine gesunde Ernährungsweise gibt. Wenn man sich nach bestimmten Kostformen wie zum Beispiel Low-Carb oder Low-Fat ernährt, ist es ebenfalls möglich sich ausgewogen und vielseitig zu ernähren. Dabei ist jedoch wichtig, welche Alternativen wir stattdessen essen.

Laura Dauben

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