Vortrag: Prävention des Typ-1-Diabetes

Herr Marcus hielt einen interessanten Vortrag über die Prävention des Typ 1 Diabetes (T1D) anhand von aktuellen Studien zur Früherkennung und Prävention.

Ein Ziel der Diabetesprävention ist die Früherkennung des T1D durch Immundiagnostik, um von Anfang an die Patienten gut behandeln zu können. Die Diagnose eines Frühstadiums des T1D ist mit Hilfe von Diabetesautoantikörper-Screenings möglich und bereits im Kleinkindalter sinnvoll, welche in der Fr1da Studie durchgeführt werden. Deutschlandweit gibt es außerdem das Angebot, für Verwandte von an T1D erkrankten Patienten in einem Früherkennungstest auf Autoantikörper untersucht zu werden.

Ein weiteres Ziel der Diabetesprävention ist die Sekundärprävention durch Immunmodulation. Um eine Stadien-Progression des T1D zu verzögern bzw. zu verhindern, wird orales Insulin eingesetzt. Eine orale Insulineinnahme soll zu einer gesteigerten Toleranz gegenüber Insulin und so zu einer Verzögerung bzw. Verhinderung der Krankheitsprogression bei Frühstadium des T1D führen, was in der Fr1da Insulin-Intervention Studie untersucht wird.

Weitere Programme wie das Freder1k-Screening können Kinder mit einem hohen T1D-Risiko schon nach der Geburt identifizieren, indem Neugeborene auf T1D-Risikogene getestet werden. Sollte ein erhöhtes Risiko identifiziert werden, gibt es Angebote wie die Teilnahme an Präventionsstudien (z.B. POInT) oder Folgeuntersuchungen. Bei der POInT Studie soll durch die orale Insulineinnahme die Entstehung der Autoimmunität bei Säuglingen und Kleinkindern mit erhöhtem T1D-Risiko verzögert bzw. verhindert werden.

Herr Marcus macht in seinem Vortrag deutlich, dass gerade im Kleinkindalter die Früherkennung und Prävention des T1D sinnvoll ist. Die daraus resultierende frühe Beratung von betroffenen Familien kann außerdem Komplikationen verhindern.

Corinna Wessel

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