Typ 1 Diabetes: von der Wiege bis ins hohe Alter

Von Silke Wunderlich

Wie läuft der Diabetes Typ 1 im Laufe des Lebens ab? Drei Präsentationen sollten diese Frage beantworten.

Es begann Professor Danne mit einer Übersichtder Möglichkeiten und Therapien für Kinder. Hier wies er vor allem auf die FRIDA-Studie hin, die zeigte, dass bei Diabetes Typ 1 weit im Vorfeld Autoantikörper nachzuweisen sind. Somit wären Ketoazidosen als Erstmanifestation durch frühzeitiges Screening vermeidbar. Hier liegt auch die größte Gefahr für Kinder. Ein Hauptanliegen von Professor Danne war, dass man den Diabetes bei Kindern genauso streng einstellt, wie bei Erwachsenen. Natürlich gelte es dabei Hypoglykämien zu vermeiden.

Für die Erwachsenen sprach Professor Liebel, der die klaren Vorteile der Insulinpumentherapie gegenüber der ICT darstellte. Allerdings zeigt sich nochmal ein Vorteil bei zusätzlicher CGM. Dies wird in Zukunft hoffentlich auch die Haupttherapie für Typ 1 Diabetiker sein. Allerdings hob er besonders hervor, dass für jeden Patienten individuell die richtige Therapie gefunden werden muss.

Den letzten Vortrag hielt Professor Dreyer, der zeigte, dass der Diabetes mellitus Typ 1 kein kardiovaskuläres Risiko an sich ist. Ohne Nephropathie bestehe kein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Wichtig ist auch, dass im Alter, wenn geistige Fähigkeiten abnehmen, auf jeden Fall eine CT zu erwägen ist. Für einen Doppeldiabetes gibt es derzeit keine eindeutligen Hinweise.

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