Tipps für eine gesunde Weihnachtszeit – nicht nur für Diabetiker

Weihnachten ist bekanntlich nicht die gesündeste Zeit des Jahres. Wir jagen von der einen Familienfeier zur nächsten um uns dort durch einen Sitz- und Ess-Marathon zu kämpfen. Natürlich wird es uns nicht umbringen, wenn wir ein bis zwei Tage die 10 Gebote der Gesundheit in den Wind schlagen. Dennoch gibt es ein paar Möglichkeiten, zumindest moralisch etwas für die Gesundheit zu tun.

Weihnachtsdekoration

Thieme Verlagsgruppe

Mediterranes Weihnachtsmenü

Keine andere Ernährungsweise gilt als so gesund wie die mediterrane Küche. Viele Studien haben gezeigt, dass die fleischarme, ballaststoffreiche Kost antioxidativ und antiinflammatorisch wirkt, vor kardiovaskulären Erkrankungen schützt und das Leben verlängert. Der Grund dafür findet sich in einer Auswertung der Nurses‘ Health Study, bei der 4676 US-Krankenschwester eine mediterrane Ernährungsweisen mit viel Gemüse, Nüssen und Fisch einhielten. Mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion wurde die Länge ihrer Telomere gemessen – die äußere, Schutzkappen der Chromosome. Diese waren in der Testgruppe deutlich länger, als im Kontrollkollektiv. Statt der Weihnachtsgans sollte zum Fest also besser ein böhmischer Weihnachtskarpfen auf den Tisch kommen. Dazu Gemüse und Salat mit Olivenöl und gehackten Nüssen und ein Glas Wein – so schützen Sie Ihre Chromosome für ein langes Leben.

Spazieren und Singen

Ein Verdauungsspaziergang nach dem Essen ist nicht nur gut um Kalorien zu verbrennen. Er gibt Ihnen auch eine gute Ausrede, die volle Kaffeetafel kurz zu verlassen und sich eventuell im etwas privateren Rahmen mit Ihren Lieben zu unterhalten. Außerdem zeigt eine Studie des Zentrums für Gesundheit (ZfG), dass schon 3.000 Schritte täglich genügen, um das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen erheblich zu reduzieren.

Singen ist nicht jedermanns Lieblingsbeschäftigung, nicht einmal zu Weihnachten. Doch auch wenn die Stimmen und Flötentöne Ihrer Angehörigen etwas schief klingen, lohnt es sich ein besinnliches „Stille Nacht, heilige Nacht“ anzustimmen. Eine Pilotstudie* mit 35 Diabetespatienten ergab, dass gemeinsames Singen die Stimmung besser und Stress abbaut. Die singende Gruppe zeigte deutlich reduzierte ACTH- und Cortisol-Werte. Kleiner Nachteil: die Sänger nahmen auch ein paar Pfund zu. Aber während der Weihnachtszeit sollte das wohl nicht so ins Gewicht fallen.

Liebe Blogger, DDG-Mitglieder und Leser, im Namen der DDG wünscht Ihnen das Redaktionsteam schöne Weihnachtsfeiertage!

*J. B. Groener et al.: Group singing as a therapy during diabetes training – a randomized controlled pilot study. Exp. Clin. Endocrinol. Diabetes 2015. 123: 617-623

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