Tagungsbericht über die 13. Diabetes Herbsttagung 2019 in Leipzig

Die diesjährige Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft begann für mich im Grunde bereits einen Tag vorher, nämlich am von der AG Nachwuchs organisierten Students‘ Diabetes Day, ebenfalls in Leipzig. Ich nahm am gesamten ganztägigen Programm teil. Der Students‘ Diabetes Day war die ideelle Vorbereitung und Einstimmung auf die sich anschließende Tagung. Es war sehr hilfreich, die Grundlagen der Diabeteserkrankung und ein paar Aspekte zum metabolischen Syndrom sowie Adipositas zu wiederholen und sehr interessant, einen Einblick in den Alltag und die Möglichkeiten einer diabetologischen Schwerpunktpraxis zu bekommen. Das gesamte Programm hat mir sehr gut gefallen und war hervorragend abwechslungsreich organisiert. Die Möglichkeit, an sich selbst die Erfahrung zu machen, ein CGM zu tragen, war sehr spannend und hätte sich so im Normalfall wahrscheinlich niemals in meinem Leben ergeben.



Mit angeregter Wissbegierigkeit ging es dann am Freitag und Samstag zusammen mit einer Freundin aus der Heimat (Bremen), welche aber in einer anderen Stadt studiert als ich sowie einem Freund aus derselben Uni (Würzburg) schließlich auf das Congress-Centrum-Gelände der Messe Leipzig zur Herbsttagung. Wir wurden von den Tutoren und Mentoren der AG Nachwuchs sehr freundlich empfangen und ich hatte insgesamt das Gefühl, sehr gut aufgehoben zu sein. Gleichzeitig möchte ich sehr positiv anmerken, dass es wenig Vorgaben gab, was das Besuchen von Vorträgen betrifft und man sich somit sehr individuell sein Kongressprogramm je nach Interesse gestalten durfte.

Dass Diabetes eine sehr vielseitige und umfangreiche Krankheit ist, war mir natürlich im Vorfeld schon bewusst, wurde mir durch das Besuchen der Tagung und beim Blick ins Programmheft noch klarer. Es war wirklich schwierig zu entscheiden, welche Vorträge man sich anhören möchte. Am Freitag entschied ich mich für das Symposium über Diabetes in der Schwangerschaft bei Frauen mit Migrationshintergrund sowie Frauen, die am Ramadan fasten. Eine sehr interessante Thematik, insbesondere das Fasten an Ramadan und seine konkrete Bedeutung für Maßnahmen oder Auswirkungen bei diabeteserkrankten Müttern und den Feten hat mich sehr interessiert, leider war die Vortragende ohne medizinischen Hintergrund und konnte somit wenig darauf eingehen. Im Anschluss besuchte ich noch Vorträge über Studien zu Diabetesmedikamenten und ihre Wirkungen wie zum Beispiel protektive nephrologische Wirkungen.

Die Vorträge haben mir sehr gut gefallen, da ich mich so auf den aktuellen Stand der Diabetespharmakologie bringen konnte. Außerdem bildete ich mich mit meiner orthopädieinteressierten Freundin im Bereich Diabetischer Fuß weiter – anfangs war ich etwas skeptisch, da dies nicht unbedingt meine Interessenspriorität gewesen wäre, doch es hat mir sehr gut gefallen und war sehr interessant.

Insgesamt gab es viele interessante Vorträge, die oft aber gleichzeitig stattfanden. Ich war wirklich sehr positiv überrascht von der Programmvielfalt und der Kongressbesuch hat eine Begeisterung und ein noch größeres Bewusstsein für die Wichtigkeit der Diabeteserkrankungen in unserer Gesellschaft in mir ausgelöst. Ich habe in diesen drei Tagen viel mitgenommen und möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich für das Reisestipendium bedanken, welches mir dieses großartige und lehrreiche Wochenende ermöglicht hat.

Sue Hae Lee

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.