Clinical evidence and experimental proof of mitochondrial dysfunction in diabetic nephropathy

Prof. Isermann elucidated in his talk “Cellular mechanisms: role of mitochondria in the diabetic nephropathy” the evidence of mitochondrial dysfunction in diabetic nephropathy. In a recent human study, genome-wide compartment-specific gene expression profiling and quantitative morphometric analysis of kidney biopsies from 49 Pima Indians with diabetes type 2 and early diabetic kidney disease, showed a link between transcriptional dysregulation and ultrastructural lesions in the diabetic kidney. Tubule-interstitial damage correlated with transcription factors that were enriched for pathways associated with mitochondrial dysfunction. In an experimental mouse model could be already shown in vivo enhanced mitochondrial reactive oxygen species in diabetic nephropathy using a GFP-modified sensor. Although considerate evidence on the mechanisms how hyperglycemia- induced mitochondrial reactive oxygen species participate in the diabetic complications, the translation of this knowledge into therapeutic approaches has failed to show robust responses in delaying or preventing diabetic nephropathy. This might be attributed to the multiple facets of mitochondrial dysfunction in diabetes apart from the production of reactive oxygen species. One important finding in the last years was the functional link observed between mitochondria and endoplasmic reticulum. Moreover, a study from last year showed evidence of fragmented mitochondria in renal tubular injuries in human diabetic nephropathy as well as a correlation between the fragmentation of mitochondria and the tubular damage. Better understanding of the multidimensional role of mitochondria in diabetic late complication could help in the future for the development of novel therapeutics targets.

Weiterlesen

Basecap – das neue Erfolgsrezept?

Zum 55-jährigen Bestehen der DDG war der Unterhaltungswert der Eröffnungsveranstaltung durch den erfrischenden Vortrag von Dr. Ijad Madisch kaum zu übertreffen, in dem er von seiner „verrückten Idee bis hin zu einer bahnbrechenden Technologie“ referierte. Der Mediziner und promovierte Virologe darf sich zusätzlich als Mitgründer des Berliner Start-ups „ResearchGate“, einer Art sozialen Netzwerks für Forscher aus allen Wissenschaftsbereichen bezeichnen. Ijad Madisch prangert an, dass momentan nur ein Bruchteil der gesamten Forschungsergebnisse in Fachjournalen veröffentlicht wird – der sogenannte Publikationsbias schlägt hier zugrunde. Indem bevorzugt „positive“ beziehungsweise signifikante Ergebnisse veröffentlicht werden, wohingegen nicht-signifikante Ergebnisse in den Schubladen der Forschungsinstitute verbleiben, entsteht eine verzerrte Darstellung der Datenlage. Genau diese Erkenntnisse oder missglückten Experimente möchte der gebürtige Wolfsburger auf seiner Plattform, die auch als „Facebook der Wissenschaft“ tituliert wird, bereitstellen, damit keine Fehler mehrfach gemacht werden und Durchbrüche in der Wissenschaft gemeinsam schneller erreicht werden können.

Besonders beeindruckend habe ich das unkonventionelle Auftreten des Unternehmers empfunden, das er unberührt von seinem Gegenüber in scheinbar allen Situationen beibehält. So sorgte ein 20018 entstandenes Foto für Furore, welches Ihn mit Angela Merkel und weiteren Experten des Digitalrates der deutschen Bunderegierung, zu welchem er sich ebenfalls zählen darf, in Superman-Cap, kurzer Hose und Sneakers abbildet. Vermutlich hat auch diese lockere Art, neben seinem visionären Denken seine Dienste geleistet, als er Bill Gates als Investor mit an Bord von „ResearchGate“ holen konnte, welches inzwischen über 15 Millionen Mitglieder verzeichnen kann.

Die Organisatoren haben meiner Meinung nach eine gute Wahl für den Eröffnungsvortrag getroffen, da die DDG und „ResearchGate“ durch den gemeinsamen Leitgedanken der Vernetzung von Wissenschaftlern verbunden sind.

Julia Hummel

Socializen !?!

pannende Gespräche
Ohne Scheu, ohne Stress
Chancen nutzen
Innovative Ideen entwickeln
Austausch von Erkenntnissen
Lebenserfahrung teilen
Interessen stärken
Zusammenarbeit fördern
Expertenwissen erhalten
achfragen erlaubt

„Socializen“ – Eine neue Volkskrankheit?! Oh nein! Wenn dann eher als ein „neues Medikament und Therapieoption“ gegen die Volkskrankheit Diabetes zu sehen!

Die Bedeutung von „Socializen“ wurde mir auf dem diesjährigen DDG-Kongress in Berlin klar. Ich habe effektiv selbst daran teilgenommen und sehr positive Erfahrungen gemacht. „Socializen“ bedeutet heutzutage, dass man mit Menschen ins Gespräch kommt, die Gesellschaft sucht und sich austauscht.

Weiterlesen

Nachwuchs wird hier ganz groß geschrieben!

Es gibt 7 Millionen Menschen in Deutschland, die an Diabetes mellitus Typ 1 und 2 erkrankt sind. In den nächsten 20 Jahren wird die Zahl voraussichtlich um 50-75% ansteigen. Mit diesen harten Fakten starteten Frau Prof. Schürmann und Frau Prof. Kellerer in ihren Vortrag „Wer forscht und versorgt in Zukunft“. 

Sie verdeutlichten vor allem die Diskrepanz zwischen der Prävalenz des Diabetes in der Bevölkerung und den gehaltenen Diabetes-Vorlesungen und Seminaren in der Lehre. Auch in meinem eigenen Studium wird die Diabetologie in der Lehre eher wenig thematisiert. Das Interesse an diesem Fach ist dadurch im Durchschnitt bei meinen Kommilitonen eher gering. 

Weiterlesen

Ein „diabetogenes“ Potpourri – als Stipendiat auf dem DDG in Berlin

Wohl wahr diabetogen war der Diabetes-Kongress Ende Mai 2019 in Berlin für uns Stipendiaten, und das in zweierlei Hinsicht. Üppig wurde aufgetischt und die hungrigen Bäuche der diabetologischen Nachwuchsgeneration mit mediterraner Vollkost bestens versorgt. Doch weitaus nahrhafter wurden die grauen Zellen verköstigt mit einem Potpourri an ausgewählten Vorträgen hochrangiger Wissenschaftler sowie Diabetologen aus Klinik und Praxis. Von der „Diabetesimpfung“ bis zu „Karrieremöglichkeiten in der Grundlagenforschung“ wurde das breite Spektrum der Diabetologie im speziell für den Nachwuchs gestalteten Stipendiatenprogramm abgebildet. So ließ nicht nur der Gang zum Buffet den Blutzuckerspiegel ansteigen, sondern viel mehr die körpereigenen Katecholamine, welche vor Spannung und Aufregung, ja Begeisterung über die neuen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Diabetologie ausgeschüttet wurden.

Weiterlesen

Distress und Depression – Wer ist betroffen und welche Folgen und Möglichkeiten ergeben sich für die Zukunft?

Die Psyche spielt eine große Rolle in der Entwicklung des Diabetes und auch in der Entwicklung von Folgeerkrankungen bei Menschen mit diagnostiziertem Diabetes. Insbesondere das Vorliegen einer manifesten Depression und diabetesbezogenen Belastungen, die mit dem chronischen Krankheitsverlauf einhergehen (Diabetes Distress) stellen Risikofaktoren für Komplikationen und früheres Versterben dar.

Eine Auswertung der prospektiven Heinz-Nixdorf-Recall-Studie mit 10-jahres Follow-up zeigte ein erhöhtes Chancenverhältnis (Odds Ratio) für Depression bei Menschen mit bekanntem Diabetes gegenüber Menschen ohne Diabetes – jedoch schloss das Konfidenzintervall die 1 („Nulleffekt“) ein und erreichte somit keine statistische Signifikanz. Bei Männern mit Diabetes war das Chancenverhältnis für Depression gegenüber Frauen erhöht – Gründe hierfür bedürfen weiterer Forschung.

Weiterlesen

Weiterbildungs-Flaute

Von Luise Poser

Seit einiger Zeit bin ich als Assistenzärztin auf einer Station eingeteilt, in der Diabetes praktische nicht vorkommt. Was tun, damit man nicht ganz aus dem Thema raus fällt und das ganze angesammelte Wissen verloren geht?

Da bleibt fast nur die Freizeit zur gezielten Weiterbildung. Sehr gut gefallen hat mir dabei das 12. Karl-Stolte-Seminar zur Pädiatrischen Diabetologie Ende Januar in Hannover. In sehr netter Atmosphäre und Umgebung gab es zahlreiche informative Vorträge zu Bewährtem, wie auch Neuem – etwa Insuline, CGM, Extremsport bis hin zur Stuhl-Transplantation bei Diabetes. In den Seminarblöcken wurde es dann noch praktischer und interaktiver. Insgesamt eine Veranstaltung, die ich immer wieder besuchen würde und nur empfehlen kann! Wer hat noch aktuelle Tipps für Fortbildungen, Kurse, Seminare, Bücher & Co zu verwandten Themen?

Jetzt anmelden für den Diabetes Kongress 2016

Langsam aber sicher geht es mit großen Schritten aufs neue Jahr zu. Höchste Zeit, sich über die Terminplanung für 2016 Gedanken zu machen. Eine Veranstaltung, die im nächsten Jahr auf jeden Fall im Kalender stehen sollte, ist der Diabetes Kongress 2016, der vom 4. bis 7. Mai in Berlin stattfindet. Weiterlesen

Die DDG-Herbsttagung: Bald geht’s los…

DDG Herbsttagung, Atmosphäre

Deutsche Diabetes Gesellschaft | Diabetes Herbsttagung 2014 in Leipzig © Dirk Michael Deckbar | +491723108973 | Mail@deckbar.de |

In gut einer Woche fällt der Startschuss zur 8. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Düsseldorf. Ab dem 6. November werden sich mehr als 4000 Ärzte und andere Diabetes-Experten treffen, um  gemeinsam neueste medizinische Erkenntnisse und innovative Möglichkeiten der Prävention und Therapie zu diskutieren. Weiterlesen

Der Herbst ist da – mit Heißgetränk und gutem Fachbuch auf die Couch!

Von Luise Poser

Herbstblatt Wasser Regen Tropfen Glasscheibe

Quelle: iStock

Es war „Zustand nach Dienst“ und schon ganz schön herbstliches Wetter draußen. Da überkam mich plötzlich die Lust, gemütlich in einem Fachbuch zu blättern. Nicht zuletzt aufgrund seiner handlichen Größe und noch mittelschlanken Seitenzahl entschied ich mich für das Kompendium pädiatrische Diabetologie (Springer, 2007). Das übersichtliche Kliniktaschenbuch von den Autoren Hürter, Kordonouri, Lange und Danne lachte mich schon lange aus dem Regal heraus an. Weiterlesen