Nur Babyspeck? Dreijährige mit Typ-2-Diabetes diagnostiziert

Von Tobias Baumgartner

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Vor zwei Wochen fand in der schwedischen Hauptstadt Stockholm der Europäischen Diabeteskongress statt. Neben vielen interessanten Vorträgen und spannenden Neuvorstellungen wurde dort auch ein Fall präsentiert, der einen traurigen Rekord darstellt und einiges an Medienecho erfahren hat: Der jüngste Mensch mit Typ-2-Diabetes. Weiterlesen

Zukunft „Nasales Insulin“!

Von Corinna Sailer

Konventionelle Abnehmprogramme zeigen leider keine vielversprechenden Langzeiterfolge. Umso wichtiger sei es, neue Therapieansätze zu entwickeln um eine dauerhafte Reduktion der Adipositas zu erreichen und damit das Diabetesrisiko zu senken. Weiterlesen

Rund und gesund vs. schlank und trotzdem krank: das Lebensstil-Interventionsprogramm TULIP

In einer gut besuchten Pressekonferenz berichtete Kongresspräsident Professor Norbert Stefan vom Lebensstil-Interventionsprogramm der Universitätsklinik Tübingen. Innerhalb dieser Studie testen er und sein Team ob eine frühzeitige Änderung des Lebensstils die Entstehung eines Typ-2-Diabetes verhindern kann. Weiterlesen

Bariatrischen Chirurgie: Was jeder wissen sollte

Von Mareike Hartmann

In kompakten, informativen Vorträgen wurde den Zuhörern am Samstag Vormittag der Bereich der Bariatrischen Chirurgie näher gebracht.

Im ersten Vortrag wurden die bereits am Vortag erwähnten Indikationen zur bariatrischen Chirurgie aufgegriffen, wobei betont wurde, dass in Deutschland (gerade auch im Vergleich zu vielen anderen Ländern) die Indikation viel zu spät gestellt würde, sodass bei den Patienten durch das starke Übergewicht bereits massive irreversible Schäden vorliegen.

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Was beeinflusst unsere Ernährungsentscheidungen?

Von Anja Zietzling

Das DAG Symposium „Zentrale und periphere Appetitregulation bei Kindern und Jugendlichen“ zeigt mehrere Aspekte für unsere Ernährungsentscheidungen und die Appetitregulation des Körpers auf. Dabei geht es zum einen um den Einfluss der Genetik und Epigenetik mit verschiedenen Faktoren, wie der Methylierungsintensität von DNA Sequenzen und der Umwelt. Zum Anderen spielen auch verschiedene neuroendokrine Signale des Körpers eine Rolle, welche sich während einer Gewichtsabnahme verändern.

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Insulinresistente Mutter bedeutet „hirnresistentes“ Kind

Von Nikolaos Perakakis

In einer sehr gut besetzen Session wurden am Freitagnachmittag verschiedene Aspekte im Bereich der Prognose, Diagnostik und Therapie des Gestationsdiabetes diskutiert.Das Highlight dieser sehr interessanten Sitzung war die Vorstellung der Daten aus der Uniklinik Tübingen über die funktionelle Änderungen des Gehirns bei Kindern insulinresistenter Mütter.

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Durch eine sehr anspruchsvolle Methode mit magnetoenzephalographischen Kontrollen des Fötus während der Schwangerschaft konnte erstmals demonstriert werden, dass die Fetten insulinresistenter Mütter eine deutlich verlangsamte Hirnreaktion postprandial zeigen. Dieses Ergebnis deutet, dass die zentralnervöse Insulinresistenz und ein beeinträchtigter peripherer Glukosestoffwechsel bereits während der fetalen Entwicklung programmiert werden könnten.
Für Prof. Dr Fritsche gilt es nun die nächste wichtige Frage zu beantworten: Kann Diät oder Insulintherapie die beinträchtige fetale Hirnfunktion bei Gestationsdiabetes erneut ändern? Wünschenswert wäre es.

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Metabolische Chirurgie – das Allheilmittel?

Von Mareike Hartmann

Eine vertiefende Diskussion zum bereits in der Pressekonferenz angeschnittenen Thema wurde im Vortrag „Pro und Contra: Metabolische Chirurgie“ geführt.

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Die bereits erwähnten Vorteile dieser Therapie (Beeindruckende Besserung eines Typ 2 Diabetes, Normalisierung zuvor pathologischer Werte, Medikamentenreduktion) wurden durch diverse Studien belegt und die Referenten waren sich einig, dass metabolische Chirurgie eine sehr effektive Therapieform darstellt und in den vorgelegten Studien besser abschneidet als konservative Therapie.

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Missbrauch, Vernachlässigung und Schwangerschaft – Wo ist der Zusammenhang?

Von Mirjam Bassy und Linnea Hevelke 

Michaela Nagl berichtete im Rahmen des DAG-Symposiums zum Thema Psychologie und Epidemiologie über ein spannendes Thema, das jeden interessieren sollte.

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Es ist allgemein bekannt, dass Frauen im gebärfähigen Alter schneller und mehr an Gewicht zunehmen, als Jüngere oder Ältere. Dadurch entstehen vermehrt Schwangerschaftskomplikationen. Doch was genau ist der Grund, weshalb Frauen in der Schwangerschaft übergewichtig bis adipös sind? Dafür gibt es viele Ursachen. Eine davon ist der Zusammenhang zwischen Missbrauch und Vernachlässigung in der Kindheit und Übergewicht in der Schwangerschaft, die mit weitreichenden Folgen für Mutter und Kind assoziiert sind.

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