Diabetes Kongress 2019 – Doch nur eine Typ-Frage?

Der von der DDG jährlich stattfindende Diabetes-Kongress, stellte für mich meine erste aktive Teilnahme an einem Kongress dar: hier leistete ich mit einer Posterpräsentation einen Beitrag zum Kongressprogramm. Als junge Wissenschaftlerin bin ich durch solche Veranstaltungen kontinuierlich neuen Herausforderungen gestellt. Daher half mir das Stipendiatenprogramm einen Überblick über das vielseitige Programm zu erhalten und die Teilnahme so lehrreich wie möglich zu gestalten. Beim „Nachwuchs für Nachwuchs“-Programm teilten MentorInnen ihre persönlichen Programm-Empfehlungen mit uns, wovon die Paul-Langerhans-Vorlesung mit stattfindender Preisverleihung besonders hervorgehoben wurde. 

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Highlight DDG-Preisverleihung 2019 – aus Sicht einer Frau

Die Preisverleihung der DDG 2019, gekoppelt an spannende Vorträge und neuesten Erkenntnissen.
Mein persönliches Highlight: die Paul-Langerhans Medaille 2019, welche an Herrn Prof. Dr. med. Dr. h.c Matthias Tschöp überreicht wurde. Prof. Tschöp, den ich bis dato aus diversen meinerseits zitierten Publikationen kannte, live auf der Bühne vor mir mit seinem Vortrag über „Poly-Agonisten für Type-2-Diabetes: Entdeckung, Mechanismen und klinische Wirksamkeit.“ Das war schon ein tolles Erlebnis!
Anschließend wurde Herr Prof. Dr. Martin Heni mit dem Ferdinand-Bertram-Preis ausgezeichnet, Prof. Dr. Andreas F.H. Pfeiffer erhielt den Werner-Creutzfeldt-Preis 2019, Prof. Dr. phil. Norbert Hermanns und Prof. Dr. phil. Bernhard Kulzer wurden mit der Helmut-Otto-Medaille geehrt und der Silvia King-Preis ging an Herrn Dr. med. Thomas Ebert und Dr. rer. nat. Isabelle Serr.
Ein PreisträgER nach dem anderen betrat die Bühne bedankte sich und hielt eine kurze Dankesrede.
Schließlich wurden Herr Dr. med. Matthias Kaltheun und Diana Droßel auf die Bühne gebeten, um mit der Gerhardt-Katsch-Medaille ausgezeichnet zu werden. Meine Kollegin und ich schauten uns gleichzeitig an: „endlich eine FRAU!“ Eine Frau, ja. Eine Frau, die für ihre hervorragende Forschung ausgezeichnet wurde, nein. Frau Droßel ist die Patientin von Herrn Dr. med. Kaltheun. In meiner Kollegin und mir kam die Fragen auf, ob es in der gesamten Diabetes-Forschung denn keine Frau gibt, die einen Preis für hervorragende Forschung und Ergebnisse verdient hat?
Natürlich hat jeder, der heute eine Ehrung erhielt, diese auch verdient, keine Frage! Während mein Blick jedoch durch den Saal wandert und ich in etwa zur Hälfte der Zuschauer Frauen entdeckte, bleibt bei mir die Frage im Kopf: „und was ist mit einer Frau…“.
Wann werden wir endlich den Punkt erreichen, an dem wir Frauen wahr genommen werden?
Natalie Wahlers

Medallien, Ehrungen und Insulin als Nasenspray

Was gibt es motivierenderes für junge Studenten als zu sehen, was man nach dem Studium Vielfältiges mit Wissen und Motivation erreichen kann? Dass Forschung nicht nur Laborarbeit ist, sondern auch die Vernetzung von Ärzten und Ärztinnen, Labormitarbeitern, Chemikern und vielen anderen Mitarbeitern auf der ganzen Welt?

Auf dem diesjährigen Diabetes-Kongress wurden am Freitag unter anderem die Paul-Langerhans-Medaille, der Ferdinand-Bertram-Preis, die DDG-Ehrennadel in Gold und viele weitere Preise verliehen. Prof. Dr. med Martin Heni, der als Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Tübingen tätig ist, wurde dieses Jahr mit dem Ferdinand-Bertram-Preis ausgezeichnet. Er beschäftigt sich vorrangig mit der Wirkung und dem Metabolismus von Insulin im menschlichen Gehirn.

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Ehrung mit genialer Erklärung!

Ich möchte über eine Veranstaltung berichten, die eigentlich so überhaupt nicht interessant klingt: Die Paul-Langerhans Vorlesung und Preisverleihung, ABER ich wurde wirklich überrascht! Normalerweise denkt der lerneifrige Student: Ohje, jetzt muss ich mir auch noch eine Ehrung in meiner Mittagspause anhören, das kann ja schon nichts werden. Es wird bestimmt nur gelobt und geklatscht; noch mehr gelobt und noch mehr geklatscht….

Allerdings wurde mir in dieser Veranstaltung genau das Gegenteil gezeigt. Die Laudationes der Geehrten waren durchaus interessant und haben mir, als Medizinstudentin, die verschiedensten Werdegänge in unserem späteren Beruf vorgeführt. Noch beeindruckender waren natürlich die Reden von Matthias H. Tschöp ( Paul-Langerhans-Medaille 2019) und Prof. Dr. Martin Heni (Ferdinand-Bertram-Preises 2019). Die neuen therapeutischen Ansätze von Ersterem aus München über Poly-Agonisten für Typ-2-Diabetes fand ich super erklärt – die Entwicklung zu dem Punkt wo wir heute in der klinischen Wirksamkeit stehen wurde spannend dargestellt.

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Adipositas als Gehirnerkrankung?

Die für mich wohl prägnanteste Aussage der Paul-Langerhans-Vorlesung war: „Adipositas als Gehirnerkrankung“. Hierbei war oft von einer Insulinresistenz im Gehirn der adipösen Menschen die Rede. Dies ist ein Zusammenhang, der mir als Medizinstudent im klinischen Abschnitt vorher nicht geläufig war. Anscheinend ist die Lehre an den Universitäten noch nicht an diesen Punkt gelangt.

Die Preisträger des diesjährigen DDG-Kongresses Prof. Dr. Dr. Matthias Tschöp (Paul-Langerhans-Medaille) und Prof. Dr. Martin Heni (Ferdinand-Bertram-Preis) referierten über ihre jeweiligen aktuellen Forschungsergebnisse.
Neben guter Rhetorik und spannenden Aussichten auf zukünftige Forschung bleibt dabei vor allem eines hängen: Adipositas scheint unter anderem eine Erkrankung des Gehirnes zu sein und hieraus ergeben sich neue potenzielle Möglichkeiten der Therapie. Ob man damit die sogenannte „Adipositasepidemie“ eindämmen kann, wird sich wohl erst in der Zukunft zeigen. Weiterhin stelle ich mir nun die Frage, ob zukünftig die Diabetologen in enger Zusammenarbeit mit der Neurologie und Psychiatrie an diesen Themen arbeiten.

Mit Sicherheit kann ich aber aus meiner Sicht behaupten, dass die beiden prämierten Forscher an diesem Freitag zeigten, warum sie die Auszeichnungen der DDG verdient haben. Abschließend kann man also sagen, dass die Preisverleihung/Paul-Langerhans-Vorlesung ein definitives Highlight des DDG-Kongresses 2019 darstellt und einen Ausblick gibt auf kommende Forschung und damit auch Lehre.

Maximilian Hopf

Kommunikation ist Prävention: Medienpreise der DDG 2016

Forschung und Innovation sind wichtige Elemente in der Bekämpfung des Diabetes mellitus weltweit. Ohne Kommunikation finden aber selbst die größten Erfindungen kein Gehör. Neue Erkenntnisse über Ursachen, Folgen, Behandlungen und Prävention müssen an die Öffentlichkeit gelangen und bei politischen Entscheidungsträgern wie auch bei (potenziellen) Betroffenen ankommen. Dabei spielen die Medien eine wichtige Rolle: Sie bilden die Transferstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Als Aufklärer platzieren sie Forschungsergebnisse in den Kontext, der die Lebenswelt des Patienten ausmacht. Dabei gilt es immer, die Gratwanderung zwischen verständlicher und fachlich korrekter Berichterstattung zu meistern. Weiterlesen