Orale Antidiabetika: Mehr als nur Blutzucker und Gewicht

Orale Antidiabetika (OADs) senken in der Behandlung des Typ-2-Diabetes nicht nur den Blutzuckerspiegel und im besten Falle das Gewicht, sondern einige Substanzen haben zudem positive und hochinteressante Auswirkungen auf das kardiovaskuläre Outcome.
Mit diesem Wissen aus der Uni haben wir uns am Donnerstag auf den Weg zum Sitzungssaal „van Noorden“ in der obersten Etage der beeindruckenden Hamburger Messehallen gemacht, um die Veranstaltung „CVOTs in der Diabetologie“ zu besuchen. Weiterlesen

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Neues vom Diabetes Kongress: „Closed Loop“-System bald auch in Deutschland verfügbar

Tägliches Blutzuckermessen und Insulinspritzen – das soll bald ein Ende haben, denn voraussichtlich im Jahr 2018 werden „Closed Loop“-Systeme in Deutschland verfügbar sein. Ein „Closed Loop“-System („geschlossener Kreis“) vernetzt eine Insulinpumpe mit einem Sensor zur kontinuierlichen Glukosemessung im Unterhautfettgewebe, einem Blutzuckermessgerät zur Kalibrierung des Sensors sowie einem Computerprogramm, das die automatische Steuerung der Insulinpumpe übernimmt. Alle Geräte kommunizieren drahtlos miteinander. Weiterlesen

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SGLT2-Hemmer nicht im Programm – Warum?

Vorfreude auf den Diabetes-Kongress 2016. Beim Durchstöbern des Programmes mag manch einer jedoch eine Überraschung erleben.

Von der Herbsttagung 2015 war mir besonders die spannende Diskussion über die Ergebnisse der EMPA-REG-OUTCOME Studie in Erinnerung geblieben – nicht zuletzt, weil sie so viele Fragen offen ließ. Wie ist der erstaunliche Effekt von Empagliflozin zu erklären? Und was bedeutet dies für den klinischen Alltag? Daher hatte ich mit Spannung erwartet, was sich im vergangenen halben Jahr an neuen Erkenntnissen ergeben hat.
Im offiziellen Programm habe ich nun leider keine Session gefunden, die diese Fragen beantwortet. Lediglich ein Industriesymposium findet sich zu den SGLT2-Hemmern. Schade. Ich hatte den Eindruck, dass die Interpretation der EMPA-REG-Daten nicht allein den Kollegen der Industrie überlassen werden sollte.

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Der Gesundheitsbericht Diabetes 2016 ist da

Cover des GesundheitsberichtsKurz vor Jahresende haben diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und die DDG erneut den jährlichen Gesundheitsbericht Diabetes veröffentlicht. Ein Blick in den Bericht lohnt sich. Auf knapp 250 Seiten haben Diabetes-Experten die neusten Zahlen und Entwicklungen zu einer der Top-5-Volkskrankheiten zusammengetragen. Weiterlesen

Wie sicher ist eigentlich unsere Therapie?

Mit diesem Thema beschäftigten sich vier Dozenten.

Im ersten Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. Forst aus Mainz ging es um die Sicherheit von Sulfonylharnstoffe. Dieser zeigte auf, dass die Sulfonylharnstoffe den Blutzucker gut senken, allerdings nur temporär, also ca. 6 bis 24 Monate, dann sei die Wirkung nicht mehr so gut. Insgesamt verschlechtert sich der Proinsulinspiegel, das viszerale Fett und das Gewicht steigen, es besteht eine Hypoglykämiegefahr und die Gegenregulation vermindert sich. Viele Daten und Metaanalysen zeigen, dass die Mortalität durch Sulfonylharnstoffe steigt. Herr Prof. Dr. med. Forst schließt mit den Worten, dass diese Medikamentengruppe heute nicht mehr zugelassen würden, allerdings aus ökonomischen Gründen dennoch oft verschrieben werden, allerdings immer weniger.

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Die praktische Seite der Diabetes-Technologie

Von der Werbung, die einem auf so einer Tagung umgibt, könnte man den Eindruck bekommen, dass die moderne Technik das Leben mit Diabetes simpel und easy macht. Für einen klareren, firmenneutralen Blick muss man aber weiter schauen, zum Beispiel in das Symposium der AGDT. Hier standen neben Angeboten für Behandelnde, Schulungen zu Besuchen und Ressourcen zu bestellen, informative Vorträge zu dem Umgang mit Schwierigkeiten in der Insulinpumpentherapie und CGMS im Vordergrund.

Thieme Verlagsgruppe

Thieme Verlagsgruppe

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Diabetes-Versorgung in Entwicklungsländern

Von Luise Poser

Als ich bei Pubmed einfach „diabetes children“ eingab, freute ich mich – wegen einer persönlichen Beziehung zu Kenia – über den aktuellsten Beitrag (Glycemic Control in Kenyan Children and Adolescents with Type 1 Diabetes Mellitus. Ngwiri T1, Were F2, Predieri B3, Ngugi P4, Iughetti L3 Int J Endocrinol. 2015).

Blutzucker-Tagebuch und Diabetes-Utensilien

Quelle: Fotolia/Fovito

Ich möchte ihn gar nicht im Detail wiedergeben, sondern nur ein paar einzelne Zeilen zitieren, die mich nachdenklich gemacht haben.

Wer den Artikel nachlesen möchte, findet die Langfassung hier. Dort werden natürlich auch die Quellenangaben geliefert.

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Zustimmung und Ablehnung

Von Tobias Baumgartner

Diabetes mellitus ist ein Krankheitsbild, das mittlerweile auf vielfältige Weise und mit guten Erfolgen medikamentös behandelt werden kann. Zahlreiche Forschungsgruppen weltweit forschen an immer neueren und besseren Pharmaka, die die Lebensqualität der Patienten erleichtern soll.

Wie allen Medizinern bekannt, liegt der Pharmaindustrie nicht einzig und allein das Patientenwohl am Herzen. Für die Firmen geht es um sehr viel Geld und besonders bezüglich der Diabetes-Medikamente herrscht ein harter Konkurrenzkampf. Weiterlesen

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Empagliflozin – der neue Vorzeige-Wirkstoff im Antidiabetika-Regal?

Lisa Ströhlein, DDG Pressestelle

Mit großem Interesse erwarteten die Teilnehmer des Europäischen Diabeteskongresses in Stockholm (EASD) die Ergebnisse der EMPA-REG OUTCOME Studie. In dieser wurde die kardiovaskuläre Verträglichkeit von Empagliflozin – dem neuen Wirkstoff aus der Klasse der SGLT2-Hemmer – getestet.

Herzförmiger Druckanzeiger

Quelle: Fotolia/robotcity

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Individualisierte Diabetestherapie – ein breites Spektrum an Möglichkeiten

von Tobias Baumgartner

Als Reisestipendiant war es mir im Rahmen des Diabetes Kongress in Berlin möglich, bei einer ganzen Reihe von Vorträgen und Symposien zu den aktuellen Entwicklungen in der Erforschung der Volkskrankheit Diabetes dabei zu sein. Einer der spannendsten Vorträge am ersten Kongresstag, Donnerstag, trug den Titel „Diabetessubtypen und individualisierte Diabetestherapie“. Das Ganze hört sich zunächst wohl etwas spröde an, zeigt aber, was für ein breites Spektrum an Therapiemöglichkeiten den Patienten und ihren behandelnden Ärzten heute zur Verfügung steht.

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