Ein neuer Nachwuchstag – zwischen Tür und Angel

Sowohl in der Einführungsveranstaltung des Diabetes Kongresses, als auch auf der Mitgliederveranstaltung wies Herr Prof. Müller-Wieland zu unserer großen Freude auf den gelungenen Nachwuchstag in Aachen hin, den die AG Nachwuchs mit viel Unterstützung von DDG und DZD organisieren durfte.

Aber dann: Die DDG hätte nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in Aachen gerne ähnliche Veranstaltungen – „am besten zusätzlich im Norden, Süden und Osten des Landes“ – und das nicht als Ziel für die nächsten Jahre, sondern im best case jedes Jahr. 

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Diabetes Kongress 2019 – Doch nur eine Typ-Frage?

Der von der DDG jährlich stattfindende Diabetes-Kongress, stellte für mich meine erste aktive Teilnahme an einem Kongress dar: hier leistete ich mit einer Posterpräsentation einen Beitrag zum Kongressprogramm. Als junge Wissenschaftlerin bin ich durch solche Veranstaltungen kontinuierlich neuen Herausforderungen gestellt. Daher half mir das Stipendiatenprogramm einen Überblick über das vielseitige Programm zu erhalten und die Teilnahme so lehrreich wie möglich zu gestalten. Beim „Nachwuchs für Nachwuchs“-Programm teilten MentorInnen ihre persönlichen Programm-Empfehlungen mit uns, wovon die Paul-Langerhans-Vorlesung mit stattfindender Preisverleihung besonders hervorgehoben wurde. 

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Socializen !?!

pannende Gespräche
Ohne Scheu, ohne Stress
Chancen nutzen
Innovative Ideen entwickeln
Austausch von Erkenntnissen
Lebenserfahrung teilen
Interessen stärken
Zusammenarbeit fördern
Expertenwissen erhalten
achfragen erlaubt

„Socializen“ – Eine neue Volkskrankheit?! Oh nein! Wenn dann eher als ein „neues Medikament und Therapieoption“ gegen die Volkskrankheit Diabetes zu sehen!

Die Bedeutung von „Socializen“ wurde mir auf dem diesjährigen DDG-Kongress in Berlin klar. Ich habe effektiv selbst daran teilgenommen und sehr positive Erfahrungen gemacht. „Socializen“ bedeutet heutzutage, dass man mit Menschen ins Gespräch kommt, die Gesellschaft sucht und sich austauscht.

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Wie der Diabetes mit dem Alter zusammenhängt und wie man im „Minkowski“-Saal einen Motivationsschub bekommt

„Typ-1-Diabetes – auf zu neuen Ufern“ – nachdem ich diesen Titel im Kongressprogramm gesehen habe, war für mich klar, wie mein Donnerstagmorgen in Berlin aussehen wird. Ich wusste nämlich, dass ich um 8:30 im „Minkowski“-Saal sitzen werde, unabhängig davon, wie wichtig mir der Schlaf in dem Moment erscheinen wird. 

Mir war ebenfalls bewusst, dass ich als Hannoveranerin dieses Symposium besonders genießen werde. Und so war es auch: Prof. O. Kordonouri als Vorsitzende, Prof. T. Danne und Dr. T. Biester als Vortragende – alles mir bekannte Namen und Gesichter vom Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover. „Da fühlt man sich doch sofort wie zu Hause“ – dachte ich mir, als der erste Vortrag der Session begonnen hat. Frau Prof. A. G. Ziegler hat über Zusammenhänge zwischen dem Alter und dem Typ-1-Diabetes berichtet. Dank durchgeführten Studien hat man beispielweise erkannt, dass das Risiko für Inselautoimmunität mit dem Alter exponenziell abnimmt. Dabei beträgt die Halbwertszeit ca. 3,5 Jahre. Das bedeutet: Je später ein Kind im Verlauf seines Lebens auf das erste Stadium vom Typ-1-Diabetes gescreent wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, ein positives Screeningergebnis festzustellen. 

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Nachwuchs wird hier ganz groß geschrieben!

Es gibt 7 Millionen Menschen in Deutschland, die an Diabetes mellitus Typ 1 und 2 erkrankt sind. In den nächsten 20 Jahren wird die Zahl voraussichtlich um 50-75% ansteigen. Mit diesen harten Fakten starteten Frau Prof. Schürmann und Frau Prof. Kellerer in ihren Vortrag „Wer forscht und versorgt in Zukunft“. 

Sie verdeutlichten vor allem die Diskrepanz zwischen der Prävalenz des Diabetes in der Bevölkerung und den gehaltenen Diabetes-Vorlesungen und Seminaren in der Lehre. Auch in meinem eigenen Studium wird die Diabetologie in der Lehre eher wenig thematisiert. Das Interesse an diesem Fach ist dadurch im Durchschnitt bei meinen Kommilitonen eher gering. 

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CGM ab Erstmanifestation – oder: “Je früher, desto besser?“

Aufgrund der Vielzahl spannender Themen auf dem Kongress war es gar nicht so einfach, sich für ein Thema für den Blog zu entscheiden. Daher habe ich mich entschieden über eine Behandlungsstrategie zu bloggen, die ich persönlich seit ungefähr 1,5 Jahren nutze: die kontinuierliche Glukosemessung (rt- und iscCGM). Zum Zeitpunkt meiner Diagnose vor ungefähr 20 Jahren war daran noch gar nicht zu denken. Doch die CGM gewinnt zunehmend an Stellenwert in der Behandlung (vorrangig) des Diabetes Typ 1 (T1D). Dies wirft die Frage auf: Ab welchem Zeitpunkt sollte dieses System in der Therapie eingesetzt werden?

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Mit der DDG wachsen

Die DDG vergibt jedes Jahr zu den Kongressen Reisestipendien an interessierte Nachwuchskliniker und –wissenschaftler. Diese Stipendien ermöglichen uns Studenten, die Diabetologie viel umfassender als im Studium kennenzulernen, Forschungsluft zu schnuppern und die Arbeit einer wissenschaftlichen Gesellschaft zu verfolgen.
Das Programm für die Stipendiaten wird jedes Jahr mit großem Engagement und viel Mühe neu zusammengestellt und durchgeführt.

Eine so umfangreiche Nachwuchsarbeit kenne ich von keiner anderen Fachgesellschaft.

Viele von uns bewerben sich Jahr für Jahr wieder. Die meisten werden zunächst vor allem konsumieren, dazulernen und zuschauen; mit der Zeit kommt dann aber oft die erste eigene Posterpräsentation oder der erste eigene Vortrag. Diese Seite durfte ich dieses Jahr erleben und es ist spannend, selber einmal vorne zu stehen und die eigene Arbeit präsentieren zu können.

Solche Erfahrungen bereits im Studium sammeln zu können, ist enorm viel wert und lässt uns auf eine gewisse Art und Weise schon in der Diabetologie ankommen.

Die DDG gibt uns also die Möglichkeit, mit ihr zu wachsen. Dadurch wird sie auch selber in Zukunft ganz sicher wachsen.

AG Nachwuchs – was soll das eigentlich?

„Vor ein paar Semestern war doch da mal so eine Vorlesung über Diabetes. Da wurde kurz was über die Pathophysiologie, Insulin und ein bisschen was über andere Medikamente erzählt. Also nun gut, dann halt noch ein Seminar dazu. Wenn’s sein muss…“ So ähnlich denkt wohl leider der Großteil der Medizinstudierenden vor einem Seminar über Diabetes.

Auf dem Diabetes Kongress in Hamburg ergab sich daraus – auf Initiative des „Aachener Blocks“ unter den Reisestipendiaten – die Gründung der AG Nachwuchs. Ursprünglich, um die Lehre an den Universitäten zu verbessern und die Studierenden für Diabetes mellitus zu begeistern. Weiterlesen

So wird der erste Kongressbesuch zum Erfolg

Um den medizinischen Nachwuchs zu fördern vergibt die DDG sowohl für den Kongress als auch für die Herbsttagung Reisestipendien an Medizinstudenten und Ärzte in Weiterbildung. Auch in diesem Jahr haben rund 60 junge Menschen davon Gebrauch gemacht, um den Diabetes Kongress zu erleben. Aber lohnt sich ein Kongress überhaupt schon, wenn die Ausbildung noch gar nicht abgeschlossen ist?

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Die Antwort auf diese Frage lautet in jedem Fall ja! Zum einem bieten Kongresse natürlich die Möglichkeit, sich über den neuesten Stand der Dinge zu informieren. Zum anderem bieten sie etwas, was man im Studium nicht bekommt: nämlich Kontakte, zu den wichtigsten Medizinern eines Fachgebiets. Damit Sie beim ersten Kongressbesuch nicht untergehen, hier ein paar Tipps:

1. Wohin soll es gehen?
Je nachdem, ob Sie noch am Anfang Ihres Studiums stehen oder sich bereits in der ärztlichen Weiterbildung befinden, kann die Wahl des ersten Kongresses schwer fallen. Wählen Sie ein Fachgebiet, dass Ihre Neugierde weckt und erkundigen Sie sich in den Veranstaltungskalendern der entsprechenden Fachgesellschaften nach den nächstmöglichen Terminen. Wenn Sie ihr Fachgebiet bereits gewählt haben und eventuell schon den ein oder anderen Kongress hinter sich haben, kann es auch nicht schaden, einmal über den Tellerrand zu schauen. So zieht der Diabetes Kongress nicht nur Diabetologen, sondern auch andere Spezialisten aus der Inneren Medizin an. Die meisten Kongresses sind für Nachwuchsmediziner kostenlos oder werden zum günstigen Tarif angeboten. Oft bieten die Gesellschaften auch entsprechende Förderungen an. So beteiligt sich die DDG über die Reisestipendien mit 400 Euro an den Reise- und Verpflegungskosten.

2. Planung lohnt sich
Kongressprogramme sind naturgemäß umfangreich. Wer seinen ersten Kongress besucht, möchte am liebsten so viel wie möglich davon mitnehmen, fängt morgens um acht in der ersten Sitzung an, und weiß Mittags bereits nicht mehr, was er dort gehört hat. Ein wenig Planung vorab kann sich lohnen. Bedenken Sie dabei, dass die Referenten ein hohes fachliches Niveau voraussetzen. Sie sollten also genug Interesse für das Thema aufbringen können, um sich damit auseinanderzusetzen.

3. Netzwerken zahlt sich aus
Selten bekommen Sie eine so gute Gelegenheit, den großen Koryphäen eines Fachs so nahe zu kommen. Nutzen Sie sie, beispielsweise indem Sie einen ihrer Vorträge besuchen. Die meisten Referenten werden sich freuen, wenn Sie sie nach der Sitzung ansprechen und Interesse an ihrem Thema bekunden. Nutzen Sie dafür auch gesellschaftliche Veranstaltungen, wie das übliche Get Together oder einen Gala-Abend. So mancher hat beim Kongress schon seinen Dokotvater kennengelernt.