Wer hat an der Uhr gedreht…

…ist es wirklich schon so spät? Der Kongress ging viel zu schnell vorbei! Liebe DDG: Danke für die vielen schönen Momente!

In Bochum startete ich mit stockdusterem Himmel, Hagel und Gewitter. „Fängt ja schonmal gut an“, dachte ich mir. Doch angekommen in Berlin: Strahlend blauer Himmel!

Neben vielen Sonnen-Momenten, Kaffee auf der City-Cube-Terrasse mit großartigen Leuten und tollen neuen Bekanntschaften (Grüße nach Aachen, Nürnberg und Würzburg!) durfte ich viele lehrreiche Vorlesungen besuchen und Gespräche führen.

Weiterlesen

So wird der erste Kongressbesuch zum Erfolg

Um den medizinischen Nachwuchs zu fördern vergibt die DDG sowohl für den Kongress als auch für die Herbsttagung Reisestipendien an Medizinstudenten und Ärzte in Weiterbildung. Auch in diesem Jahr haben rund 60 junge Menschen davon Gebrauch gemacht, um den Diabetes Kongress zu erleben. Aber lohnt sich ein Kongress überhaupt schon, wenn die Ausbildung noch gar nicht abgeschlossen ist?

003

Die Antwort auf diese Frage lautet in jedem Fall ja! Zum einem bieten Kongresse natürlich die Möglichkeit, sich über den neuesten Stand der Dinge zu informieren. Zum anderem bieten sie etwas, was man im Studium nicht bekommt: nämlich Kontakte, zu den wichtigsten Medizinern eines Fachgebiets. Damit Sie beim ersten Kongressbesuch nicht untergehen, hier ein paar Tipps:

1. Wohin soll es gehen?
Je nachdem, ob Sie noch am Anfang Ihres Studiums stehen oder sich bereits in der ärztlichen Weiterbildung befinden, kann die Wahl des ersten Kongresses schwer fallen. Wählen Sie ein Fachgebiet, dass Ihre Neugierde weckt und erkundigen Sie sich in den Veranstaltungskalendern der entsprechenden Fachgesellschaften nach den nächstmöglichen Terminen. Wenn Sie ihr Fachgebiet bereits gewählt haben und eventuell schon den ein oder anderen Kongress hinter sich haben, kann es auch nicht schaden, einmal über den Tellerrand zu schauen. So zieht der Diabetes Kongress nicht nur Diabetologen, sondern auch andere Spezialisten aus der Inneren Medizin an. Die meisten Kongresses sind für Nachwuchsmediziner kostenlos oder werden zum günstigen Tarif angeboten. Oft bieten die Gesellschaften auch entsprechende Förderungen an. So beteiligt sich die DDG über die Reisestipendien mit 400 Euro an den Reise- und Verpflegungskosten.

2. Planung lohnt sich
Kongressprogramme sind naturgemäß umfangreich. Wer seinen ersten Kongress besucht, möchte am liebsten so viel wie möglich davon mitnehmen, fängt morgens um acht in der ersten Sitzung an, und weiß Mittags bereits nicht mehr, was er dort gehört hat. Ein wenig Planung vorab kann sich lohnen. Bedenken Sie dabei, dass die Referenten ein hohes fachliches Niveau voraussetzen. Sie sollten also genug Interesse für das Thema aufbringen können, um sich damit auseinanderzusetzen.

3. Netzwerken zahlt sich aus
Selten bekommen Sie eine so gute Gelegenheit, den großen Koryphäen eines Fachs so nahe zu kommen. Nutzen Sie sie, beispielsweise indem Sie einen ihrer Vorträge besuchen. Die meisten Referenten werden sich freuen, wenn Sie sie nach der Sitzung ansprechen und Interesse an ihrem Thema bekunden. Nutzen Sie dafür auch gesellschaftliche Veranstaltungen, wie das übliche Get Together oder einen Gala-Abend. So mancher hat beim Kongress schon seinen Dokotvater kennengelernt.

„Ich fühlte mich unerwünscht“: Fallbericht von einem PJ in einer großen deutschen Klinik

Von Jonas Kortemeier

Mit großer Vorfreude hatte ich mein praktisches Jahr (PJ) erwartet. Das zweite Staatsexamen lag gerade hinter mir, dank online Lernprogramm hatte das Lernen sogar Spaß gemacht. Ich hatte größte Lust das Gelernte endlich anzuwenden und fühlte mich zumindest von der Theorie her fit für die Klinik.

So meldete ich mich an meinem ersten Tag in der Klinik – höchst motiviert und bereit drei mal vier Monate lang ganz dem Paradebeispiel des lernfähigen und arbeitswilligen Medizinstudenten zu entsprechend. Zu meiner großen Enttäuschung schienen meine Kollegen jedoch weit weniger begeistert von meiner Anwesenheit. Im besten Fall ignorierte man mich, im schlimmsten schickte man mich genervt weg.

Jupiterimages

Jupiterimages

Weiterlesen