Therapietreue – gesagt ist nicht getan!

Arzneimittel können nur wirken, wenn sie wie verordnet vom Patienten eingenommen werden! Dass dies nicht immer der Fall ist, machte der Vortrag von Herrn Prof. Dr. Bernhard Kulzer in dem spannenden Symposium zum Thema „Welche Medikamente nehmen Menschen mit Diabetes nicht ein“ deutlich.

Das Nicht-Erreichen der Therapieziele ist oftmals durch eine vorhandene Non-Adhärenz bedingt. Rund jede 5. Tablette wird von den Patienten nicht regelmäßig eingenommen. Da Diabetes häufig begleitet wird von weiteren Erkrankungen, ist es nicht verwunderlich, dass Diabetespatienten eine Polypharmazie aufweisen. Mit zunehmender Anzahl an einzunehmenden Arzneimitteln steigt das Risiko für das Auftreten von arzneimittelbezogenen Problemen und damit die Gefahr von Non-Adhärenz. Patienten gelten als adhärent, wenn die durchschnittliche Anzahl an Tagen mit einer ausreichenden Medikamentenversorgung <80% beträgt, was durch die „medication possession ratio“ beschrieben wird. Dieses Ziel erreichen jedoch im Durchschnitt nur etwa 65% der Diabetespatienten. Es gibt viele Gründe, wieso Patienten ihre Arzneimittel nicht einnehmen: Patienten vergessen die Einnahme, sie vergessen, rechtzeitig ihre Medikamente neu verordnen zu lassen, oder sie vergessen die Einnahme im Urlaub. Bei anderen Patienten treten Nebenwirkungen auf oder sie sind der Ansicht, dass die Arzneimittel nicht wirken und lassen sie daher weg.  

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Erfolg im Maus-Modell: ist Typ-1-Diabetes bald heilbar?

Typ-1-Diabetes ist bis heute nicht heilbar. Eine Autoimmunerkrankung zerstört die insulinproduzierenden Betazellen de Betroffenen, so dass sie ihr Leben lang Insulin spritzen müssen. Eine mögliche Behandlung bietet die Transplantation einer gesunden Pankreas oder einzelner Inselzellen, wie sie bereits in den USA und auch in Deutschland bei ausgewählten Patienten zum Einsatz kommt.

Zwei Mäuse

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Behandlung des polypharmazierten Patienten – Komplex, aber nicht unmöglich

Dass die Behandlung des älteren, polypharmen Patienten hohe Ansprüche an den behandelnden Arzt stellt bedarf keiner Diskussion. Mehr Krankheiten führen zu mehr Medikamenten, mehr Medikamente zu mehr Nebenwirkungen. Zur Verhinderung einer nicht enden wollenden und ständig unter Veränderung stehenden Arzneimittelliste muss  zu einem frühen Zeitpunkt des Behandlungskonzepts ein Umdenken stattfinden.

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