Chirurgie: Nicht immer eine Lösung

„Messer sticht Metformin“, „Diabetes durch bariatrische Chirurgie geheilt“, „Adipositas – keine Erkrankung der Inneren Medizin“… Diese und mehr plakative Überschriften geistern durch die Presse und machen auch vor den Toren des DDG-Kongresses nicht halt. Dabei werden in der Euphorie der kurzfristigen und durchaus positiven Ergebnisse der Sleeve-Gastrektomien und Magen-Bypass-Operationen häufig Langzeitfolgen gar nicht erst erwähnt. 

Herausgestochen ist deshalb der Vortrag von Herrn Prof. Aberle aus Hamburg, der die möglichen negativen Folgen der immerhin mindestens 10% der Patienten, die hinterher nicht joggend im Alten Elbtunnel anzutreffen sind, präsentierte. Insbesondere die steigende Inzidenz der psychischen Störungen (Depression, Selbstverletzung, Alkoholabusus) hinterlässt ein ungutes Gefühl in der Magengegend und zeigt, dass man auch bei Übergewicht dringend und zwingend nach der eigentlichen Ursache suchen muss. Mit Essen lässt sich vermeintlich viel kompensieren: fällt dies plötzlich weg, scheint sich offensichtlich eine bereits seit längerem bestehende Depression zu demaskieren, mit der Patienten unter Umständen alleine gelassen werden.

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Curing Diabetes – dream or reality?

Wenn Sie diesen Beitrag lesen, geht es Ihnen wahrscheinlich ähnlich wie mir. Als ich den Titel bzw. diese Frage im Programm fand, war ich sofort interessiert. Wie weit sind wir eigentlich in der Heilung eines Diabetes? Ist eine Heilung überhaupt möglich? Da ich spontan keine Antworten auf diese Fragen fand, beschloss ich, die Session zu besuchen und mir die vier Vorträge der internationalen Experten zu diesem Thema anzuhören.

Zunächst ist es unerlässlich den Begriff „Curing Diabetes“ zu definieren. Laut Statement der American Diabetes Association spricht man von einer Heilung, wenn eine komplette Remission des Diabetes mit normoglykämischen Werten und ohne pharmakologische Therapie über mindestens 5 Jahre vorliegt.

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Typ-2-Diabetes heilen… Traum oder Realität?

Auf dem DDG-Kongress durfte ich Teil eines außergewöhnlich spannenden Symposiums sein: Es ging um die Frage, ob Typ-2-Diabetes (T2D) heilbar ist.
Die 4 dazu vorgestellten Vorträge haben ausdrücklich gezeigt, dass der T2D tatsächlich vor allem in den ersten Jahren reversibel zu sein scheint. Was ich als Zuschauer an den Vorträgen besonders interessant fand, ist dass Uneinigkeit darüber zu herrschen scheint, ob dies mit einer strengen Diät zu erreichen wäre oder ob hierfür auf Operationen wie die Magen-Bypass-OP gesetzt werden müsse.

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