Diabetes-Versorgung in Entwicklungsländern

Von Luise Poser

Als ich bei Pubmed einfach „diabetes children“ eingab, freute ich mich – wegen einer persönlichen Beziehung zu Kenia – über den aktuellsten Beitrag (Glycemic Control in Kenyan Children and Adolescents with Type 1 Diabetes Mellitus. Ngwiri T1, Were F2, Predieri B3, Ngugi P4, Iughetti L3 Int J Endocrinol. 2015).

Blutzucker-Tagebuch und Diabetes-Utensilien

Quelle: Fotolia/Fovito

Ich möchte ihn gar nicht im Detail wiedergeben, sondern nur ein paar einzelne Zeilen zitieren, die mich nachdenklich gemacht haben.

Wer den Artikel nachlesen möchte, findet die Langfassung hier. Dort werden natürlich auch die Quellenangaben geliefert.

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Ein neues Diabetes-Leben

Von Silke Wunderlich

Die Genehmigung einer Insulinpumpe durch die Krankenkasse ist quasi der Beginn eines neuen Lebens, also Diabetes-Lebens. Deshalb muss und sollte man sich schon bei der Beantragung entscheiden, mit welchem Model man dieses Leben verbringen möchte. Ob man eine schnurlose Pumpe oder eine klassische Pumpe mit Schlauch – das muss jeder selbst entscheiden. Ich entschied mich für eine Pumpe mit Schlauch mit dem Hintergedanken, dass in hoffentlich nicht all zu ferner Zukunft der „closed-loop“ möglich ist.

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Kritik am Fall Peacock: Warum die angebliche Diabetes-Sensation keine ist

Pressestelle DDG

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Vor einer Woche berichtete einer unserer Blogger von der erfolgreichen Inselzelltransplantation bei einer Patientin mit Typ-1-Diabetes, die auch in diversen Medien als Meilenstein bezeichnet wurde. Innerhalb der DDG waren die Reaktionen jedoch eher zurückhaltend: Weiterlesen

Ein kleiner Meilenstein: Zelltransplantationen zur Heilung von Diabetes Typ 1

Von Tobias Baumgartner

Durch Zufall habe ich in dieser Woche in einer Nachrichtensendung gehört, was für die Zukunft der Diabetologie ein kleiner Meilenstein sein könnte: Das Diabetes Research Institute (DRI) in Miami hat letze Woche bekanntgegeben, dass eine Patientin mit Typ-1- Diabetes nach einer Transplantation von Inselzellen völlig auf ihre Insulin-Behandlung verzichten könne.

Löffel mit Traubenzucker und Spritze

Quelle: Fotolia/Picasa 2.7


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Von Go-Gos und NO(-go)AKS

Von Christina H.

Das Symposium zur Diabetestherapie im Alter – Pragmatismus und gesunder Menschenverstand auf der einen Seite, differenzierte Betrachtungen der Therapieziele in Hinblick auf die sehr heterogene Gruppe kalendarisch älterer Patienten auf der anderen.

„Go-Gos“, jene nicht zwangsläufig lasziven, wohl aber geistig und körperlich fitten älteren Herrschaften können eher Therapieziele jüngerer Patienten anstreben. Dagegen lautet für die „No-Gos“, unsere bettlägerigen Patienten, das Ziel schlichtweg, keine „Hypos“ zu riskieren.

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Neue Ansätze bei der Forschung nach Ursachen für Diabetesfolgeerkrankungen

Von Anna Bredenbröker

Interessante Anregungen brachte der Vortrag zu neuen Mechanismen bei Diabetesfolgeerkrankungen, bei dem P. P. Nawroth aus Heidelberg und E. Schleicher aus Tübingen den Vorsitz hatten. Denn neue Ansätze zur Therapie von Diabetes müssen her, da selbst eine gute Einstellung von Blutzucker und Blutdruck der Entstehung von diabetesassoziierten Folgeerkrankungen nicht komplett vorbeugen können. Weiterlesen

Diabetische Ketoazidose: Hilfe, was mache ich?!

Linnea Hevelke und Mirjam Bassy

Auf dem DDG-Symposium „Diabetische Notfallsituationen und Therapiekomplikationen“ hat Herr Haak einen sehr interessanten Vortrag über die klinisch-praktische Versorgung von Patienten mit Ketoazidose und hyperosmolarem Koma gehalten.

Angefangen von der Pathophysiologie der Ketoazidose bis hin zu konkreten Behandlungsstrategien für Typ 1 sowie Typ 2 Diabetes und im Besonderen auch für pädiatrische Diabetespatienten, hat Herr Haak die Themen sehr anschaulich dargestellt. Besonders seine strukturierten Folien waren auch für uns als Studenten sehr hilfreich, wie zum Beispiel seine Anleitung für die Abfolge der symptomorientierten Therapie der Ketoazidose:

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Insulinresistente Mutter bedeutet „hirnresistentes“ Kind

Von Nikolaos Perakakis

In einer sehr gut besetzen Session wurden am Freitagnachmittag verschiedene Aspekte im Bereich der Prognose, Diagnostik und Therapie des Gestationsdiabetes diskutiert.Das Highlight dieser sehr interessanten Sitzung war die Vorstellung der Daten aus der Uniklinik Tübingen über die funktionelle Änderungen des Gehirns bei Kindern insulinresistenter Mütter.

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Durch eine sehr anspruchsvolle Methode mit magnetoenzephalographischen Kontrollen des Fötus während der Schwangerschaft konnte erstmals demonstriert werden, dass die Fetten insulinresistenter Mütter eine deutlich verlangsamte Hirnreaktion postprandial zeigen. Dieses Ergebnis deutet, dass die zentralnervöse Insulinresistenz und ein beeinträchtigter peripherer Glukosestoffwechsel bereits während der fetalen Entwicklung programmiert werden könnten.
Für Prof. Dr Fritsche gilt es nun die nächste wichtige Frage zu beantworten: Kann Diät oder Insulintherapie die beinträchtige fetale Hirnfunktion bei Gestationsdiabetes erneut ändern? Wünschenswert wäre es.

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