Sport fördert die Glukoseaufnahme in den Muskel – aber wie?

Vortrag: Sport und die Glukoseaufnahme in den Muskel von Maximilian Kleinert Ph.D.

Es ist lange bekannt, dass Sport einen positiven Einfluss auf den Glukosestoffwechsel des Körpers hat. Ca. 80% der vom Körper aufgenommenen Glukose wird vom Muskelgewebe aufgenommen. Nach Zuckeraufnahme schüttet der Körper Insulin aus, welches wiederum in der Muskelzelle den vermehrten Einbau von GLUT4-Transporter in die Zellmembran fördert. Über diesen Transporter kann Glukose vom Blutstrom in die Muskelzelle wandern. Aufgrund der Insulinresistenz ist die muskuläre Glukoseaufnahme bei Patienten mit Diabetes signifikant verringert.

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Die Rolle des ZNS in der Entwicklung von Typ-2-Diabetes

Dass Insulin nicht nur an den Körperzellen in Muskeln, Fett und Leber wirkt, sondern auch im Gehirn, ist seit einiger Zeit bekannt. Mit Hilfe von Insulinrezeptoren, die sich in vielen Gehirngebieten, wie dem Hypothalamus, befinden, entfaltet das Hormon hier seine Effekte auf das Essverhalten, den Energie- und den Glukosehaushalt. Im Typ-2-Diabetes ist es nachgewiesen, dass es auch im Gehirn zu einer Insulinresistenz kommen kann, die sich negativ auf den Blutglukosespiegel auswirkt.  Prof. Dr. med. Heni hat im Rahmen des DDG-Kongresses das Thema der zerebralen Insulinresistenz behandelt.

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Bedeutung von Insulin im Gehirn

Mich persönlich hatte besonders der Vortrag von Herrn Heni über die Bedeutung von Insulin im Gehirn interessiert. Normalerweise wird v.a. über die Wirkung von Insulin im GI-Trakt geredet, obwohl es lange bekannt ist, dass Diabetes und Gehirn zusammenhängen. In dem Vortrag von Dr. Heni, der während des Kongresses der DDG den Ferdinand-Bertram Preis erhalten hat, wurde den Teilnehmern dieses Thema näher gebracht.

Die Wirkung von Insulin im Gehirn wurde anhand einer Studie mit nasaler Insulingabe bei norm- und übergewichtigen Probanden beleuchtet. Mittels MRT konnte ihre Wirkung dosisabhängig in verschiedenen Gehirnarealen (Gyrus fusiformis, Hypothalamus, Hippocampus, Präfrontallappen) nachgewiesen werden. Es konnte gezeigt werden, dass bei insulinresistenten Probanden (=Übergewichtigen) im Gehirn keine Insulinwirkung hervorgerufen wird. Dafür wurden bei gesunden Probanden durch die nasale Applikation von Insulin der Stoffwechsel angekurbelt, die endogene Glukoseproduktion in der Leber reduziert und die Glukoseaufnahme in den Muskel stimuliert.

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Feinstaub und Diabetes – Die Luft macht’s?

In den umwelt- und gesundheitspolitischen Debatten der letzten Jahre wurde die Feinstaubbelastung durch den motorisierten Straßenverkehr in den Innenstädten, durch den Braunkohlebergbau im Rheinischen Revier und der Lausitz oder auch durch die Binnenschifffahrt immer wieder thematisiert und prägt nach wie vor den öffentlichen Diskurs. Die Feinstaubbelastung, ein zivilisatorisches Problem, ist dem globalen Eintrag an verschiedenen Anthropogenen geschuldet. Hierbei stehen ultrafeine Stäube und Nanopartikel, mit einer Größe < 100 nm in städtischen Gebieten im Fokus.

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Medallien, Ehrungen und Insulin als Nasenspray

Was gibt es motivierenderes für junge Studenten als zu sehen, was man nach dem Studium Vielfältiges mit Wissen und Motivation erreichen kann? Dass Forschung nicht nur Laborarbeit ist, sondern auch die Vernetzung von Ärzten und Ärztinnen, Labormitarbeitern, Chemikern und vielen anderen Mitarbeitern auf der ganzen Welt?

Auf dem diesjährigen Diabetes-Kongress wurden am Freitag unter anderem die Paul-Langerhans-Medaille, der Ferdinand-Bertram-Preis, die DDG-Ehrennadel in Gold und viele weitere Preise verliehen. Prof. Dr. med Martin Heni, der als Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Tübingen tätig ist, wurde dieses Jahr mit dem Ferdinand-Bertram-Preis ausgezeichnet. Er beschäftigt sich vorrangig mit der Wirkung und dem Metabolismus von Insulin im menschlichen Gehirn.

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51. EASD-Kongress 2015 bietet Neuigkeiten aus der Forschung

In der vergangenen Woche fand im schwedischen Stockholm der 51. europäische Diabeteskongress, EASD 2015, statt. Fünf Tage lang wurden dort die neusten Forschungsergebnisse rund um das Thema Diabetes präsentiert. Zwar gab es vergleichsweise nur wenige Beiträge aus dem Bereich der Grundlagenforschung, jedoch hatte das Programm auch für diese Zielgruppe einige interessante Vorträge und Poster zu bieten.

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