Auf die Plätze, fertig, los – Diabetes reduzieren durch Sport!

Im Rahmen des Diabetes mellitus wird Patienten empfohlen sich regelmäßig körperlich zu betätigen. Bereits länger ist bekannt, dass die Glukoseaufnahme in die Muskulatur Insulin abhängig erfolgt. Die Bindung an seinen entsprechenden Rezeptor bewirkt die Translokation des Transporters Glut4 in die Skelettmuskelmembran. Dieser Mechanismus stellt den Hauptanteil der postprandialen Blutzuckersenkung dar.
Im Rahmen des Diabetes mellitus Typ 2 wird jedoch infolge der Insulinresistenz weniger Glut4 in die Muskelmembran eingebaut. Wie könnte das verändert werden?
In dem Symposium „Neue Ansätze bei der Prävention durch Sport“ zeigte Herr Dr. Maximilian Kleinert aus München, dass durch körperliche Aktivität eine insulinunabhängige Translokaktion von Glut4 in die Skelettmuskulatur erfolgt – nicht nur bei gesunden Probanden, sondern auch im Rahmen des Diabetes mellitus Typ 2. Nach einer Sporteinheit von ca. 1 Stunde hält dieser Effekt ungefähr 1-2 Tage lang an.
Welche Signalwege diese Translokaktion ermöglichen, ob die Wirkung dosisabhängig mit der sportlichen Aktivität steigt und auch ob andere Gewebe auf ähnliche Weise von diesem Mechanismus profitieren sind spannende Ausblicke auf die weitere Forschung.

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Ehrung mit genialer Erklärung!

Ich möchte über eine Veranstaltung berichten, die eigentlich so überhaupt nicht interessant klingt: Die Paul-Langerhans Vorlesung und Preisverleihung, ABER ich wurde wirklich überrascht! Normalerweise denkt der lerneifrige Student: Ohje, jetzt muss ich mir auch noch eine Ehrung in meiner Mittagspause anhören, das kann ja schon nichts werden. Es wird bestimmt nur gelobt und geklatscht; noch mehr gelobt und noch mehr geklatscht….

Allerdings wurde mir in dieser Veranstaltung genau das Gegenteil gezeigt. Die Laudationes der Geehrten waren durchaus interessant und haben mir, als Medizinstudentin, die verschiedensten Werdegänge in unserem späteren Beruf vorgeführt. Noch beeindruckender waren natürlich die Reden von Matthias H. Tschöp ( Paul-Langerhans-Medaille 2019) und Prof. Dr. Martin Heni (Ferdinand-Bertram-Preises 2019). Die neuen therapeutischen Ansätze von Ersterem aus München über Poly-Agonisten für Typ-2-Diabetes fand ich super erklärt – die Entwicklung zu dem Punkt wo wir heute in der klinischen Wirksamkeit stehen wurde spannend dargestellt.

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Blutzucker als Marker für Meningiome?

Neue Untersuchungen bringen eine überraschende Wendung für Diabetespatienten: gutartige Hirntumoren, die bislang als Folge von Übergewicht und Diabetes galten, scheinen bei Patienten mit hohen Blutzuckerwerten deutlich seltener vorzukommen. Meningiome sind zwar meist nicht krebserregend – je nach Lage können sie dem Patienten trotzdem zur Belastung oder gar zur Gefahr werden. Vorherige Untersuchungen haben zu der Annahme geführt, dass solche langsam wachsenden Tumore häufiger bei Menschen mit Übergewicht oder Diabetes vorkommen. Weiterlesen