Diabetes und Depression – Ein klinisch relevantes Paar

Dass Patienten mit einem Diabetes häufiger an einer Depression erkranken, klingt auf den ersten Blick nicht überraschend.

Besonders die Diagnose eines Typ 1 Diabetes geht mit gravierenden Veränderungen des Alltags einher und stellt das Leben von heute auf morgen auf den Kopf. Dass es dadurch bei einigen Patienten zur Entwicklung einer Depression kommt, klingt verständlich. Weiterlesen

Teaching is treatment

Unter diesem Motto stellte Professor Kulzer aus Bad Mergentheim das Thema „Wertigkeit von Schulungen im internationalen Vergleich“ vor.

In dem gut gefüllten Sitzungssaal Stolte ging es am Donnerstag um das wichtige Thema der Schulungen. Nachdem ich noch einen der begehrter Plätze auf dem Boden in einem sonst restlos gefüllten Saal ergattertert hatte, begann ein spannender Einblick in die Geschichte der Diabetesschulung in Deutschland. Obwohl der Diabetes schon in der Antike bekannt und der „honigsüße Durchfluss“ 1675 von Thomas Willis beschrieben wurde, gibt es erst seit 1983 eine gesonderte Schulung zum Diabetesberater oder zum Diabetesassistenten. Neben den Toten Hosen ist Düsseldorf also auch die Heimat dieser Berufsgruppe. Prof. Kulzer stellt da, dass jährlich in Deutschland etwa 200 Diabetesberater und 200 Diabetesassistenten ausgebildet werden. Dies sei im internationalen Vergleich sehr gut, zur optimalen Behandlung der über 6 Mio. Betroffenen in Deutschland allerdings noch zu wenig. Interessant zu erfahren war, dass bei der Diagnose Diabetes mellitus Typ 1 eine Schulung Pflicht ist, während sie bei Typ 2 nur durchgeführt werden sollte. Weiterlesen

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Wie können insulinproduzierende ß-Zellen ersetzt werden? – Einblick in Klinik und Forschung

Nach insgesamt 27 Operationen scheint der Leidensweg vorerst beendet: Leonie, eine zehnjährige Patientin am Uniklinikum Dresden, unterzieht sich einer kompletten Entfernung ihrer Bauchspeicheldrüse (Pankreas) (1). Die OP ist aufgrund von wiederkehrenden schmerzhaften Entzündungen notwendig geworden.

Ohne Pankreas und den darin enthaltenen insulinproduzierenden ß-Zellen befindet sie sich in einem ähnlichen Zustand absoluten Insulinmangels, den auch viele Typ 1 und Typ 3c Diabetiker mit ihr teilen. Bisherige Standardtherapie ist die Verabreichung (Substitution) des fehlenden Insulins von außen mittels Pen oder Pumpe. Blickt man auf die Zahlen, waren 2015 allein in Europa 140.000 Kinder (0-14 Jahre) von Typ 1 Diabetes betroffen (2). Langfristig werden viele von ihnen ebenfalls auf Insulin angewiesen sein.

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Schlecht eingestellter Diabetes könnte Risiko auf Alzheimer erhöhen

Schwankungen im Blutzucker spiegel schaden nicht nur dem Herz-Kreislauf-System, sondern scheinbar auch dem Hirn. Darauf weist eine tier-experimentelle Untersuchung der Aberdeen University in Schottland hin, die diese Woche im Fachblatt Diabetologia veröffentlicht wurde. Dementsprechend könnte man Alzheimer zur Liste der potenziellen Folgeerkrankungen bei Diabetes bald hinzufügen: Rund 80 Prozent aller Alzheimer-Patienten leiden auch an einem Diabetes.

Bild: ein Alzheimer-Patient hat seinen Namen auf seine Hand geschrieben

Fotolia

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Der Gesundheitsbericht Diabetes 2016 ist da

Cover des GesundheitsberichtsKurz vor Jahresende haben diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und die DDG erneut den jährlichen Gesundheitsbericht Diabetes veröffentlicht. Ein Blick in den Bericht lohnt sich. Auf knapp 250 Seiten haben Diabetes-Experten die neusten Zahlen und Entwicklungen zu einer der Top-5-Volkskrankheiten zusammengetragen. Weiterlesen

Neue Ansätze bei der Forschung nach Ursachen für Diabetesfolgeerkrankungen

Von Anna Bredenbröker

Interessante Anregungen brachte der Vortrag zu neuen Mechanismen bei Diabetesfolgeerkrankungen, bei dem P. P. Nawroth aus Heidelberg und E. Schleicher aus Tübingen den Vorsitz hatten. Denn neue Ansätze zur Therapie von Diabetes müssen her, da selbst eine gute Einstellung von Blutzucker und Blutdruck der Entstehung von diabetesassoziierten Folgeerkrankungen nicht komplett vorbeugen können. Weiterlesen

Diabetes Kongress 2015: Für jeden was dabei!

Bald geht es los: vom 13. bis 16. Mai 2015 zieht es wieder tausende Ärzte und andere in der Diabetologie-Tätige zum Diabetes Kongress nach Berlin. Die größte deutsche Jahresveranstaltung zur Stoffwechselerkrankung Diabetes findet in diesem Jahr zum ersten Mal im neuen Berliner CityCube statt. Zentral steht dabei das Thema „Personalisierte Diabetologie: innovativ, individuell, nachhaltig“. Denn individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Behandlungskonzepte werden gerade in der Diabetologie immer wichtiger.

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