Schnupfen statt Spritzen – ein Nasenspray bei schweren Hypos?

Im gut gefüllten Saal Gustav Mahler 2 berichtete Prof. Dr. Kern aus Ulm über die ersten Ergebnisse eines intranasalen Glukagon-Sprays bei einer Hypoglykämie.

Nicht mehr Spitzen zu müssen bei einer schweren Hypoglykämie klingt vielversprechend. Bis dato musste eine umstehende Person stets das Glukagon zunächst selbst zusammen mischen und s.c. oder i.m. injizieren. Ganz anders bei dem neuen Nasenspray: Es enthält eine Einzeldosis mit drei Milligramm Trockensubstanz Glukagon, welches mit nur einem festen Durchdrücken in ein Nasenloch appliziert wird. Weiterlesen

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Wäre es nicht manchmal cool, als Diabetologe ein Jedi-Meister zu sein?

„Das sind nicht die Druiden, die ihr sucht.“ Ausgebildete Jedi benutzen ihren Geist um Gegner zu beeinflussen und Obi-Wan Kenobi war ein Meister darin. Mit dem Jedi-Geistestrick überzeugt er einen imperialen Suchtrupp, dass R2-D2 und C3PO nicht die Droiden sind, die das Imperium verfolgen. „Weitermachen!“ befiehlt der Jedi. Wenn das nur im echten Leben funktioniert würde…

Wie wunderschön einfach wäre es doch, wenn man als Arzt die Patienten so schnell wie ein Jedi dazu kriegen würde, die Tipps zum Lebensstil umzusetzen?! Weiterlesen

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Ernährung – von Irrtümern und Fallstricken in der Diabetes-Therapie

Die Optimierung der Ernährung ist ein wichtiger Baustein in der Diabetes-Therapie. Aus diesem Grund war Ernährung auch ein vielfach diskutiertes Thema auf der Diabetes-Herbsttagung:
In der Sitzung „Ernährungs-Updates I“ räumte Frau Professor Dr. Zopf in ihrem Vortrag „Nahrungsergänzungsmittel und Superfoods“ mit Irrtümern auf und stellte wichtige Interferenzen zwischen Diabetes-Therapie und dem Nähr- und Vitaminhaushalt der Diabetes-Patienten dar.  Weiterlesen

A world without 1…?!

Am schönsten sind Träume, wenn sie in Erfüllung gehen – und wer weiß, vielleicht dauert es nicht mehr lang bis der Typ-1-Diabetes nur noch in Geschichtsbüchern und nicht mehr als ständiger Begleiter von großen sowie vielen kleinen Patienten vorkommt.

Dr. P. Achenbach aus München berichtete über den aktuellen Stand zur Typ-1-Diabetes-Prävention im DDG Symposium „Perspektiven bei Typ-1-Diabetes“. Weiterlesen

Orale Antidiabetika: Mehr als nur Blutzucker und Gewicht

Orale Antidiabetika (OADs) senken in der Behandlung des Typ-2-Diabetes nicht nur den Blutzuckerspiegel und im besten Falle das Gewicht, sondern einige Substanzen haben zudem positive und hochinteressante Auswirkungen auf das kardiovaskuläre Outcome.
Mit diesem Wissen aus der Uni haben wir uns am Donnerstag auf den Weg zum Sitzungssaal „van Noorden“ in der obersten Etage der beeindruckenden Hamburger Messehallen gemacht, um die Veranstaltung „CVOTs in der Diabetologie“ zu besuchen. Weiterlesen

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Katja, Deutscher Meister und der Basalratengott

Früh am Morgen voll ins Programm starten – das war der Plan. Einfacher gesagt, als getan. Als ich um kurz vor 8 Uhr am Donnerstag vor dem Raum „Winterhude“ stand, um mir das Symposium zum Thema „Sport und Extremsituationen“ anzuhören, tummelten sich dort schon einige andere Kongressbesucher. „Einlass nur mit Anmeldung“ hieß es, huch, wo hatten ich und all die anderen das denn überlesen? Nachdem ich doch einen Sitzplatz ergattert hatte, startete das Symposium mit etwa zwanzig Minuten Verspätung. Aber das Warten hatte sich gelohnt. Herr Dr. Behrens eröffnete die Vortragsrunde mit einigen theoretischen Grundlagen. Frau Dr. Becker erzählte daraufhin von ihrer Patientin Katja und wie diese sich mit einem langjährigen Typ-1-Diabetes unter Pumpentherapie auf einen Strongman-Run vorbereitete und diesen erfolgreich absolvierte. Danach referierte der Deutsche Meister im Bodybuilding aus erster Hand darüber, wie sich Leistungssport und T1D, zwar nicht einfach so, aber mit der entsprechenden Motivation, gut kombinieren lassen. Dieses wirklich interessante und praxisnahe Symposium schloss Herr Müller, von seinen Kollegen liebevoll „der Basalratengott“ genannt, mit hilfreichen Tipps zu der passenden Basalrate rund um den Sport. Trotz einiger Minuten Verspätung ein wirklich gelungener Start in den Tag.

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Neues vom Diabetes Kongress: „Closed Loop“-System bald auch in Deutschland verfügbar

Tägliches Blutzuckermessen und Insulinspritzen – das soll bald ein Ende haben, denn voraussichtlich im Jahr 2018 werden „Closed Loop“-Systeme in Deutschland verfügbar sein. Ein „Closed Loop“-System („geschlossener Kreis“) vernetzt eine Insulinpumpe mit einem Sensor zur kontinuierlichen Glukosemessung im Unterhautfettgewebe, einem Blutzuckermessgerät zur Kalibrierung des Sensors sowie einem Computerprogramm, das die automatische Steuerung der Insulinpumpe übernimmt. Alle Geräte kommunizieren drahtlos miteinander. Weiterlesen

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Diabulimie – ein Kolibri unter den Essstörungen?

Bei der Diabulimie handelt es sich um ein komplexes psychiatrisch-endokrinologisches Krankheitsbild. Insbesondere junge Mädchen, die im – ohnehin sehr fragilen — Pubertätsalter mit der Diagnose eines Typ-1-Diabetes und mit der damit verbundenen Notwendigkeit der Stoffwechselkontrolle konfrontiert werden, zeigen eine Neigung, die mit der Insulintherapie einhergehende Gewichtszunahme umgehen zu wollen („Insulin-purging“= IP). Weiterlesen

Ein Vortrag der etwas anderen Art

Teil der Begrüßung in der Frankenhalle am 11.11.2016 war der Vortrag von Prof. Dr. Peer Abilgaard, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Gerontopsychiatrie und Psychotherapie am Helios Klinikum Duisburg und Professor für Musikmedizin an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.

Es ging um ein Thema, das für den ein oder anderen reinen Empiriker sicher schwer zu objektivieren war, nämlich die Fähigkeit, mit Leid umzugehen und warum manchen Menschen dies leichter fällt als anderen. Am Beispiel des großen Komponisten Johann Sebastian Bach erörterte Professor Abilgaard unter Zuhilfenahme zahlreicher musikalischer Beispiele, sowohl den Humor als auch die Fähigkeit zur Hoffnung, des Künstlers. Johann Sebastian Bach war nach heutiger Ansicht sehr wahrscheinlich Diabetiker, hatte aber auch mit anderen harten Schicksalsschlägen zu kämpfen, wie dem Tod einer seiner Töchter, in frühen Jahren, oder dem Mangel an Anerkennung. Weiterlesen

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