Schwangerschaftsdiabetes: Vorbeugen statt Therapieren!

Laut Statistik ist jede zweite Frau in Deutschland übergewichtig. Dies betrifft nicht nur ältere Damen, sondern auch eine wachsende Anzahl an jungen Frauen, die unter Umständen gerade dabei sind, ihre Familienplanung in die Tat umzusetzen. Im Jahr 2014 hatte die durchschnittliche werdende Mutter einen Body Mass Index von 28, 5 Prozent. Vier Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 27,8. Das Übergewicht der Mutter verdoppelt das Fehlbildungsrisiko beim Nachwuchs und die erhöht die Gefahr aus einen Schwangerschaftsdiabetes: Dieser kann zu Komplikationen in der Schwangerschaft und bei Geburt führen, steigert das Risiko für Schwangerschaftshochdruck und fördert das übermäßige Wachstum des ungeborenen Kindes. Außerdem erhöht Gestationsdiabetes das Risiko, dass Mutter und Kind später an einem Typ-2-Diabetes erkranken.

Weiterlesen

Praktisch: Blutzuckermessung mit dem Handy

Zur Blutzuckermessung verwende ich weiterhin mein Flash Glucose Monitoring-System, das ja in der Regel sehr zuverlässige Werte erbringt. Mithilfe eines Sensors kann ich meine Blutzuckerwerte aus einem Chip ablesen, der gewöhnlich in den Oberarm implantiert wird. Was ich aber neu entdeckt habe, ist die Blutzuckermessung mit dem Handy. Hierzu muss das Handy die Funktion Near Field Communication (NFC) besitzen – eine Funktechnik, mit der sich Daten auf kurzem Wege übertragen lassen. Passenderweise funktionierte gerade jetzt mein altes Handy nicht mehr, so dass ich ein Handy mit „NFC“ kaufte. Jetzt kann ich meinen Blutzucker einfach mit dem Handy messen, die Genauigkeit ist gleich mit dem Messgerät. Finde ich super, da man das Handy ja sowieso meistens dabei hat.

Weiterlesen

Diabetes bei Kindern mit Migrationshintergrund – gleiche Behandlung, gleiche Ergebnisse?

Der Vortrag von Dr. Nicole Prinz handelte von Unterschieden zwischen Diabetespatienten mit und ohne Migrationshintergrund. In dieser Sitzung wurde sowohl auf Behandlungsunterschiede als auch auf Unterschiede bzgl. des Behandlungserfolgs eingegangen. Hierbei wurden nicht nur Daten des DPV-Registers vorgestellt, sondern auch sehr interessante Daten aus Skandinavien.

Türkische Frauen mit Kopftüchern

Fotolia/Mumpitz

Weiterlesen

CGMS geht unter die Haut – Neuigkeiten von Roche

Auf der Industrieausstellung am Stand von Roche wird fast stündlich von einer neuen Innovation berichtet: dem Senseonics implantierbarem CGM System, welches ich im Folgenden kurz vorstellen möchte.

Das System besteht aus 3 Komponenten: dem Sensor, dem Transmitter und einer Mobilen App. Das Neuartige an diesem System ist, dass am Oberarm ein ca. 5 Millimeter großer Sensor für 90 Tage implantiert wird. Dies geschieht beim Diabetologen unter lokaler Betäubung. Der Transmitter dient zur Übertragung des gemessenen Gewebezuckers via Bluetooth auf eine App eines Smartphones (Apple oder Android). Der Transmitter ist ca. 4×4 Zentimeter groß und ca. 1,5 Zentimeter hoch und muss per Pflaster ständig über der Sensorstelle auf der Haut getragen werden, nur dann werden die Daten übertragen. Der Transmitter kann zum Duschen etc. angenommen werden, in dieser Zeit werden jedoch keine Daten übertragen. Alle 12 Stunden muss der Sensor mittels einer blutigen Zuckermessung kalibriert werden. Weiterlesen

Weiterlesen

SGLT2-Hemmer nicht im Programm – Warum?

Vorfreude auf den Diabetes-Kongress 2016. Beim Durchstöbern des Programmes mag manch einer jedoch eine Überraschung erleben.

Von der Herbsttagung 2015 war mir besonders die spannende Diskussion über die Ergebnisse der EMPA-REG-OUTCOME Studie in Erinnerung geblieben – nicht zuletzt, weil sie so viele Fragen offen ließ. Wie ist der erstaunliche Effekt von Empagliflozin zu erklären? Und was bedeutet dies für den klinischen Alltag? Daher hatte ich mit Spannung erwartet, was sich im vergangenen halben Jahr an neuen Erkenntnissen ergeben hat.
Im offiziellen Programm habe ich nun leider keine Session gefunden, die diese Fragen beantwortet. Lediglich ein Industriesymposium findet sich zu den SGLT2-Hemmern. Schade. Ich hatte den Eindruck, dass die Interpretation der EMPA-REG-Daten nicht allein den Kollegen der Industrie überlassen werden sollte.

Weiterlesen

Kaffeetrinken gegen Diabetes

Wer täglich 600 Milliliter Kaffee trinkt, verringert sein Risiko auf Diabetes Typ 2 um etwa 23 Prozent, im Vergleich zu Menschen, die gar keinen Kaffee trinken. Dies ergab die EPIC-Deutschland Studie mit über 42 000 Teilnehmern aus Potsdam und Heidelberg. Sie bestätigt damit ähnliche Studienergebnisse der letzten Jahre.

Frau mit 50er Frisur führt eine Tasse Kaffee zum Mund

PhotoDisc

Weiterlesen

Schwankende Blutzuckerwerte können auf eine Essstörung hinweisen

Weizen macht krank, Wurst verursacht Krebs und wer Coca Cola trinkt, ist ohnehin zum Tode verurteilt: Noch nie war die Diskussion über gesunde Ernährung so präsent wie heute. Nach dem Vorbild von Lady Gaga und anderen Popstars meiden immer mehr Menschen Laktose und Gluten, obwohl bei ihnen nie eine Intoleranz festgestellt wurde. Andere setzen auf vegetarisch oder gar vegan. Anhand der Essgewohnheiten, fällt es oft nicht leicht zu erkennen, ob jemand einen eigenwilligen Ernährungsstil pflegt oder möglicherweise an einer echten Essstörung leidet.

Weiterlesen

Steuer auf zuckerhaltige Lebensmittel ist keine Bevormundung!

Am 16. März hat die britische Regierung angekündigt eine Zuckersteuer zu erlassen, um die Bevölkerung besser vor Übergewicht, Diabetes und Co. zu schützen. Diese soll Medienberichten zufolge zwei Stufen haben: eine für Getränke ab fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter, eine für solche mit mehr als acht Gramm – bei einer Zweiliterflasche No-Name-Cola sei damit eine Verteuerung von bis zu 80 Prozent möglich. Reine Fruchtsäfte, Getränke auf Milchbasis und sehr kleine Unternehmen sind nach den Regierungsplänen von der Steuer ausgenommen. Eine Frist von zwei Jahren bis zum Inkrafttreten der Regelung lässt Unternehmen Zeit, den Zuckergehalt von Produkten zu senken. Die Abgabe soll dem Staat umgerechnet etwa 660 Millionen Euro einbringen, die wiederum in die Förderung von Sport in Grundschulen fließen.

Weiterlesen

Diabetes-Spätfolgen: Schlechte Aussichten für Frauen

Normalerweise gelten eher Männer in der Medizin als tickende Zeitbombe, denn Gesundheitstipps sind doch Frauensache. Ein höheres Risiko für Übergewicht, Herzinfarkt und Schlaganfall sollen die Folge sein – Erkrankungen, gegen die Frauen durch ihr Geschlecht geschützt zu sein scheinen.

Cropped sporty women in lotus pose

Fotolia

Weiterlesen

Von Baklava bis Ramadan – Versorgung von Migranten mit Diabetes

Fast ein Fünftel aller in Deutschland lebenden Menschen haben einen Migrationshintergrund. Laut Schätzungen sind etwa 600.000 von ihnen an Diabetes mellitus erkrankt. Mit der anhaltenden Flüchtlingsbewegung werden viele weitere Patienten hinzukommen.

Türkische Frauen mit Kopftüchern

Fotolia/Mumpitz

Weiterlesen