Was man von Industrievertretern lernen kann

Nachdem wir Stipendiaten beim Nachwuchstag begrüßt wurden und das erste Wissen von der höchsten diabetologischen Prominenz Deutschlands aufsaugen durften, ging ich mit drei Mitstipendiatinnen in die Industrieausstellung.

Es war genau das, was ich erwartete! Kugelschreiber, Essen, helles Licht, Goodies zum Mitnehmen und eben passend zum Ausstellungsstand angezogene Vertreter der jeweiligen Firma. Weiterlesen

„RAPPELVOLL“ auf dem Diabetes Kongress 2017

Man hätte meinen können, dass die Kongresspräsidentin Frau Prof. Dr. rer. nat. Annette Schürmann bei der Stipendiaten-Auftaktveranstaltung am Donnerstagmittag mit dem Wort „rappelvoll“ den Allgemeinzustand der Vatertagsumzügler an diesem Himmelfahrtswochenende voraussagte.

Aber nein  es war die Beschreibung für die mit 154 Stipendiaten gefüllte DDG-Tomorrow-Lounge. Beim Blick nach rechts, links, vorne, hinten alles junge motivierte Nachwuchsforscher und -mediziner. Weiterlesen

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Orale Antidiabetika: Mehr als nur Blutzucker und Gewicht

Orale Antidiabetika (OADs) senken in der Behandlung des Typ-2-Diabetes nicht nur den Blutzuckerspiegel und im besten Falle das Gewicht, sondern einige Substanzen haben zudem positive und hochinteressante Auswirkungen auf das kardiovaskuläre Outcome.
Mit diesem Wissen aus der Uni haben wir uns am Donnerstag auf den Weg zum Sitzungssaal „van Noorden“ in der obersten Etage der beeindruckenden Hamburger Messehallen gemacht, um die Veranstaltung „CVOTs in der Diabetologie“ zu besuchen. Weiterlesen

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Stressdiabetes als Überlebensvorteil

26. Mai 2017 Privatdozent Dr. Michael Haap

Als wir am Freitag um kurz vor 12 den Sitzungssaal „Pfeiffer“ durch den Vordereingang betreten wollten, schüttelte die nette DDG-Helferin schon lachend den Kopf. „Versucht es am besten gleich am Hintereingang.“ Dort angekommen steckten wir vorsichtig den Kopf durch die Tür und merkten schnell: Dieses Thema scheint nicht nur uns, sondern auch die Menge zu interessieren. Glücklicherweise konnten wir noch einen Stehplatz in der letzten Reihe ergattern. Weiterlesen

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Teaching is treatment

Unter diesem Motto stellte Professor Kulzer aus Bad Mergentheim das Thema „Wertigkeit von Schulungen im internationalen Vergleich“ vor.

In dem gut gefüllten Sitzungssaal Stolte ging es am Donnerstag um das wichtige Thema der Schulungen. Nachdem ich noch einen der begehrter Plätze auf dem Boden in einem sonst restlos gefüllten Saal ergattertert hatte, begann ein spannender Einblick in die Geschichte der Diabetesschulung in Deutschland. Obwohl der Diabetes schon in der Antike bekannt und der „honigsüße Durchfluss“ 1675 von Thomas Willis beschrieben wurde, gibt es erst seit 1983 eine gesonderte Schulung zum Diabetesberater oder zum Diabetesassistenten. Neben den Toten Hosen ist Düsseldorf also auch die Heimat dieser Berufsgruppe. Prof. Kulzer stellt da, dass jährlich in Deutschland etwa 200 Diabetesberater und 200 Diabetesassistenten ausgebildet werden. Dies sei im internationalen Vergleich sehr gut, zur optimalen Behandlung der über 6 Mio. Betroffenen in Deutschland allerdings noch zu wenig. Interessant zu erfahren war, dass bei der Diagnose Diabetes mellitus Typ 1 eine Schulung Pflicht ist, während sie bei Typ 2 nur durchgeführt werden sollte. Weiterlesen

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Diabetes-Lauf 2017 – Dabei sein ist alles!

„Läufst du dieses Jahr wieder mit, ja – ODER!“, „Wir laufen wieder zusammen!“, „Schön, dass Sie wieder dabei sein werden!“, voller guter Trainingsvorsätze hatte ich zu Jahresanfang enthusiastisch genickt, wenn es um die Teilnahme am Diabetes-Lauf ging. Die Wochen gingen ins Land – ich hatte kaum trainiert – aus den Wochen wurden Monate, mein Enthusiasmus sank, mein schlechtes Gewissen wuchs. Kurz: Ich ging „etwas“ untertrainiert an den Start. Kneifen wollte ich jedoch nicht bei der wunderschönen Laufstrecke durch „Planten un Blomen“, dem traumhaften Wetter und dem tollen „Spirit“ der vielen Starter.

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Die Pneumokokkenpneumonie – eine Risikoerkrankung bei erhöhtem Blutzuckerspiegel?!

25. Mai 2017, kurz vor 11 Uhr im Sitzungssaal „Pfeiffer“, Halle A1. Prof. H. Becker aus Hamburg beginnt seinen Vortrag zum Thema „Ambulant erworbene Pneumonie bei Diabetes“ mit einem Fallbeispiel, das aufhorchen lässt…

Fallbeispiel
Eine junge Dame (jung für das sonstige Patientenklientel einer internistischen Abteilung), bei der seit Kurzem ein Diabetes mellitus Typ 2 bekannt ist, stellt sich mit einer Verschlechterung des Allgemeinzustands und hohem Fieber in der Notaufnahme vor. Ein durchgeführtes Thoraxröntgen zeigt schnell eine Pneumonie, der klinische Verlauf ist jedoch unerwartet dramatisch. Es kommt zu einer weiteren Zustandsverschlechterung. Die Patientin wird auf die Intensivstation verbracht, künstlich beatmet und kann schließlich unter einer breiten antibiotischen Therapie sowie Volumen- und Katecholamingabe langsam stabilisiert werden. Nach weiteren Komplikationen (unter anderem eine Herpes Simplex-Pneumonie, eine Kathetersepsis und eine Critical Illness-Polyneuropathie) kann die Patientin nach 57 Tagen in der Klinik in eine Rehabilitationseinrichung verlegt werden.

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Katja, Deutscher Meister und der Basalratengott

Früh am Morgen voll ins Programm starten – das war der Plan. Einfacher gesagt, als getan. Als ich um kurz vor 8 Uhr am Donnerstag vor dem Raum „Winterhude“ stand, um mir das Symposium zum Thema „Sport und Extremsituationen“ anzuhören, tummelten sich dort schon einige andere Kongressbesucher. „Einlass nur mit Anmeldung“ hieß es, huch, wo hatten ich und all die anderen das denn überlesen? Nachdem ich doch einen Sitzplatz ergattert hatte, startete das Symposium mit etwa zwanzig Minuten Verspätung. Aber das Warten hatte sich gelohnt. Herr Dr. Behrens eröffnete die Vortragsrunde mit einigen theoretischen Grundlagen. Frau Dr. Becker erzählte daraufhin von ihrer Patientin Katja und wie diese sich mit einem langjährigen Typ-1-Diabetes unter Pumpentherapie auf einen Strongman-Run vorbereitete und diesen erfolgreich absolvierte. Danach referierte der Deutsche Meister im Bodybuilding aus erster Hand darüber, wie sich Leistungssport und T1D, zwar nicht einfach so, aber mit der entsprechenden Motivation, gut kombinieren lassen. Dieses wirklich interessante und praxisnahe Symposium schloss Herr Müller, von seinen Kollegen liebevoll „der Basalratengott“ genannt, mit hilfreichen Tipps zu der passenden Basalrate rund um den Sport. Trotz einiger Minuten Verspätung ein wirklich gelungener Start in den Tag.

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Das Schlusswort bereits zu Beginn?!

Schon bei der Begrüßung der 154 Stipendiaten durch Frau A. Schürmann zum diesjährigen Diabetes Kongress wird schnell klar: diesen medizinisch und naturwissenschaftlich engagierten Nachwuchs sollte man fördern; denn wie erreicht man die Patienten von morgen besser als durch die Ärzte von morgen?
Jährlich kommen eine halbe Million neudiagnostizierte Diabetiker in Deutschland zu den bereits Erkrankten hinzu und der Apell ist eindeutig: „Man muss agieren, um künftig eine optimierte Therapie gewährleisten zu können.“

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