Diagnose Diabetes – „Ist doch nichts dabei!“

„Diabetes und Depression – immer noch eine unheilvolle Kombination“ – unter diesem Titel wurden die diesjährigen Beiträge zum Thema Depression als eine sehr häufig vorkommende Komorbidität des Diabetes vorgestellt. Herr Dr. Bernhard Kulzer formulierte in meinen Augen sehr treffend, dass betroffene Patienten häufig medizinisch eingestellt und im Anschluss mit ihrer Diagnose auf sich allein gestellt in den Alltag entlassen werden. Was hierbei leider immer noch zu sehr in den Hintergrund rückt, jedoch sehr präsent ist, sind die psychosozialen Belastungen rund um die Diagnose Diabetes, die viel mehr Aufmerksamkeit bedürfen.

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Diabetes mellitus: Depression und Diabetes Distress

Depression ist eine häufige Komorbidität des Diabetes mellitus: Sie geht mit einer schlechteren Lebensqualität, höheren Gesundheitskosten, einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von diabetesbezogenen Komplikationen und erhöhten Mortalitätsraten einher. Der Vortrag hatte das Motto „Depression und Diabetes – Immer noch eine unheilvolle Kombination“.

Inzidenz einer Depression bei Diabetes Mellitus
Die Heinz-Nixdorf-Recall Studie untersuchte das 10-Jahres-Risiko bei Menschen mit Diabetes (diagnostiziert und nicht diagnostiziert) eine Depression zu entwickeln – verglichen mit Menschen ohne Diabetes. Erklärungsansätze für Komorbidität und longitudinale Studien sind selten, oft mit widersprüchlichen Ergebnissen. Die Ergebnisse der Studie liegen zwar mittlerweile vor, müssen aber noch weiter diskutiert werden. Es scheint allerdings keine erhöhte Inzidenz gegenüber Menschen ohne Diabetes bei baseline zu geben – interessant: dieser Effekt ist bei Männern möglicherweise ausgeprägter.

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