Wie wir noch Vertrauen lernen müssen – Und warum das völlig okay ist

In diesem Jahr durfte ich, nach längerer (Corona-bedingter) Pause, endlich wieder vor Ort Reisestipendiatin in Wiesbaden zum Herbstkongress 2021 am 5. bis 6. November sein. Nachdem mir der Kongress in Berlin 2019 gut gefallen hatte, hatte ich mich entschlossen, mich erneut bei der DDG zu bewerben. Die Freude war groß, als im Oktober die positive Rückmeldung kam und für mich klar war: ich reise nach Wiesbaden und bringe mich vor Ort thematisch auf den neuesten Stand.

Ein Vortrag, dem ich unter anderem beiwohnte, galt dem Thema Digitalisierung und der Frage: „Dropoutrate bei Insulinpumpe/CGM: sind Merkmale dieser Patientengruppe schon erkennbar?“ von Frau Sandra Schlüter (Northeim). Da ich selbst Pumpen- und CGM-Trägerin bin und den Kongress auch explizit nutzte, mich auf der Messe über die neuesten Closed-Loop Systeme schlau zu machen, fand ich diese Frage durchaus interessant. Denn für mich ist ein Leben ohne Pumpentherapie mittlerweile undenkbar.

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CGM ab Erstmanifestation – oder: “Je früher, desto besser?“

Aufgrund der Vielzahl spannender Themen auf dem Kongress war es gar nicht so einfach, sich für ein Thema für den Blog zu entscheiden. Daher habe ich mich entschieden über eine Behandlungsstrategie zu bloggen, die ich persönlich seit ungefähr 1,5 Jahren nutze: die kontinuierliche Glukosemessung (rt- und iscCGM). Zum Zeitpunkt meiner Diagnose vor ungefähr 20 Jahren war daran noch gar nicht zu denken. Doch die CGM gewinnt zunehmend an Stellenwert in der Behandlung (vorrangig) des Diabetes Typ 1 (T1D). Dies wirft die Frage auf: Ab welchem Zeitpunkt sollte dieses System in der Therapie eingesetzt werden?

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Darf ich meinen Patienten dazu raten, (selbst gebaute) closed loop Systeme zu benutzen?

Dies fragte eine junge Ärztin, die sich selbst als „Looperin“ bezeichnete, nachdem Prof. Heinemann über closed loop Systeme berichtet hatte.

Das Entsetzen im Saal war groß! Aufgrund der Haftung wurde der Dame vehement davon abgeraten, ihren Patienten zu dem Gebrauch eines selbst gebastelten closed loop zu raten. Aber genau diesen (nightscout) Bastlern verdanken wir, dass die 670 G (erste hybrid closed loop Pumpe) so schnell in den USA zugelassen wurde. Ich bestaunte den Mut der jungen Ärztin, sich selbst als „Looperin“ zu bezeichnen und hoffe, dass sie in den nächsten Jahren keinen unverschuldeten Autounfall bauen wird. Weiterlesen

Weiterentwickeln, zuhören und schulen!

von Luise Poser

… das waren die Forderungen der Referenten der Update-Sitzung „Diabetes und Realität bei Kindern und Jugendlichen“.

Prof. Heinemann stellte hierbei aktuelle und realistische Neuerungen der Diabetes-Therapie vor. Demnach schätzt er etwa artifical-pancreas-Konzepte für ziemlich bald alltagstauglich ein. In jedem Fall hält er die Zuhörer an, neugierig zu bleiben und sich die Freude am Ausprobieren zu erhalten! Weiterlesen