Socializen !?!

Spannende Gespräche
Ohne Scheu, ohne Stress
Chancen nutzen
Innovative Ideen entwickeln
Austausch von Erkenntnissen
Lebenserfahrung teilen
Interessen stärken
Zusammenarbeit fördern
Expertenwissen erhalten
Nachfragen erlaubt

„Socializen“ – Eine neue Volkskrankheit?! Oh nein! Wenn dann eher als ein „neues Medikament und Therapieoption“ gegen die Volkskrankheit Diabetes zu sehen!

Die Bedeutung von „Socializen“ wurde mir auf dem diesjährigen DDG-Kongress in Berlin klar. Ich habe effektiv selbst daran teilgenommen und sehr positive Erfahrungen gemacht. „Socializen“ bedeutet heutzutage, dass man mit Menschen ins Gespräch kommt, die Gesellschaft sucht und sich austauscht.

Durch die digitale Vernetzung kann man heute alles per Internet und Apps machen: das Kongressprogramm bereits von zuhause aus studieren, in einer eigenen Kongress-App Favoriten speichern, seine Präsentation vorher online uploaden und vieles mehr. Diese digitale Vernetzung ist sehr wichtig und hilfreich. Der persönliche Kontakt aber – das „Socializen“ – ist unentbehrlich, was sich mir in einigen Erlebnissen auf dem Kongress zeigte:

Beim ersten Meeting mit den anderen Stipendiaten und Mentoren merkte man, dass wir nicht allein auf solch einem großen Kongress waren – bereits beim persönlichen Kontakt miteinander erhielten wir Tipps für interessante Vorträge.
Ein Angebot des BVND (Bundesverband der niedergelassenen Diabetologen e.V.) für uns als Diabetes-Nachwuchs: ein abendliches Miteinander unter dem Motto „M(i)eet deinen Diabetologen“. Dabei konnten wir aus erster Hand erfahren, was es bedeutet eine eigene Praxis zu leiten. Im direkten Gespräch konnten sofort weiterführende Fragen gestellt werden und so kam man von einem Thema zum nächsten. So kristallisierten sich auch die eigenen Interessen und Schwerpunkte innerhalb eines Austausches heraus, was es sehr gewinnbringend für uns als Nachwuchs machte. Während der vielen Sitzungen und Postervorstellungen konnten auch ForscherInnen und BehandlerInnen persönlich ihre Anliegen und neuen Erkenntnisse austauschen. Bei der eigenen Poster-Präsentation konnte man den persönlichen Kontakt zu anderen WissenschaftlerInnen aufbauen, deren Interesse an dem Thema erleben und bestärkt werden, dass man selbst ein interessantes und relevantes Thema bearbeitet. Die neusten Studien, Papers etc. findet man heutzutage leicht im Internet. der persönliche Austausch aber und die regen, konstruktiven Diskussionen über ein Thema lassen neue Aspekte und weiterführende Fragestellungen aufkommen. So lebt die Weiterentwicklung innerhalb der Forschung und der Behandlung des Diabetes mellitus.

Socializen bedeutet für mich selbst die Leidenschaft und Begeisterung für ein Thema anderen zu zeigen und diese auch zu teilen. Man sagt „geteiltes Leid ist halbes Leid“ – das können wir in Bezug auf unsere Patienten mit in unsere Behandlung einbeziehen und ihnen mit Empathie und Wertschätzung beim Kampf gegen den Diabetes helfen. Aber es gilt auch „geteilte Begeisterung ist doppelte Begeisterung“ und doppelte Willenskraft, etwas voranzubringen, zu ändern und gegen den Diabetes zu kämpfen.

Anna-Lena Mayer

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