Senkrecht oder schräg, je nach Geschmack!

Wie kommt eigentlich das Insulin der Insulinpumpe in das Unterhautfettgewebe? Diese Frage beschäftigte mich zu Anfang meines neuen Lebens mit Insulinpumpe. Zunächst besaß ich eine Kanüle, die senkrecht durch die Haut stach. Sie hatte eine praktische rosa Stechhilfe am Katheter, sodass sich die Nadel recht schmerzfrei einführen ließ. Dennoch hatte ich mit der senkrechten Einstich-Variante meine Probleme.

Meine Zuckerwerte schossen plötzlich in diese Höhe  – sogar im Ketonbereich! Ketone kommen frei, wenn der Körper Fettgewebe abbaut um die Energieversorgung zu sichern. Im Ernstfall können sie das Blut übersäuern und ein lebensgefährliches diabetisches Koma auslösen. Es war, als würde das Insulin gar nicht in meinem Körper ankommen. Der Gedanke machte mir Angst. Mein Vertrauen in die Insulinpumpe war dahin. obwohl ich verschiedene Nadel-Längen ausprobierte, kam ich bei allen zum gleichen Ergebnis.

Völlig verzweifelt habe ich bei meinem Diabetologen einen Termin vereinbart. Hier traf ich eine sehr nette Diabetesberaterin, die mir einen anderen Typ Nadel empfahl. So probierte ich zum ersten Mal die schräge Nadel aus. Etwas gewöhnungsbedürftig war, dass es da keine Stechhilfe gab. Aber mittlerweile komme ich auch ohne gut zurecht. Meine Werte normalisierten sich.

Seitdem bin ich also für schräg.

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