Rund um Typ-2-Diabetes

Die 2. Tageshälfte des gestrigen Nachwuchstages befasste sich mit dem Diabetes mellitus Typ 2. Zunächst wurde die Epidemiologie des Diabetes mellitus in Deutschland und Global – insbesondere dessen Inzidenz bis zum Jahr 2040 betrachtet. Erschreckend: Prognosen des Jahres 2003 zufolge sind 2025 333 Mio. Menschen an Diabetes erkrankt. Diese Zahl wurde bereits 2011 mit 366 Mio. Erkrankten deutlich überschritten. Auch wenn ein weiterer Anstieg schwer zu verhindern ist, so kann doch mit der Primärprävention (u.a. durch Hochrisikointervention und Populationsweite Intervention) großer Einfluss auf die Inzidenzrate genommen werden.

Im Anschluss bekamen die Stipendiaten eine „Einführung“ in die Statistik – am Beispiel der EMPA-REG OUTCOME-Studie wurden Begrifflichkeiten, über p-Wert bis hin zum Hazard Ratio erklärt und eine mögliche Alternative (das AFT-Modell) vorgestellt.
Nach diesen Grundlagen ging es weiter mit zellulären Mechanismen als therapeutische Targets. Beginnend bei möglichen Diätinterventionen – sei es Low Carb, Low Fat, High Protein, Intervallfasten, vegetarische/vegane Ernährung und viele mehr – bei Typ-2-Diabetes bis hin zu neuen Targets der Diabetestherapie.

Auch wurden die positiven Aspekte von Bewegung aufgezeigt und Bewegungskonzepte, wie bspw. dem HIIT (high intensity interval training) und der Elektromyostimulation vorgestellt.

Der Frage, ob sich das Altern aufhalten lässt wurde sich ebenfalls gewidmet. Häufig werden viele Krankheiten, die typischerweise mit einem höheren Alter assoziiert werden, auch bei Menschen mit Diabetes beobachtet (Demenz; Herzinsuffizienz; Neuropathie;…). Die (verantwortlichen) DNA-Schäden sind Folgen des Alterungsprozesses, welche allerdings ebenfalls durch den Diabetes mellitus verursacht werden. Schlussfolgernd wird Phospho-RAGE als mögliches therapeutisches Target genannt.

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