Proteinreiche Kost und Süßstoffe: hilfreich bei Diabetes?

von Luise Poser

In der Sitzung „Diabetes und Ernährung“ ging es am Morgen zunächst um Proteine. Je mehr Studienfolien gezeigt wurden, umso klarer wurde, dass es bisher keine eindeutige Evidenz für eine proteinreiche oder -arme Kost bei Diabetes bzw. diabetischer Nephropathie gibt. Es wurde munter diskutiert und letztlich geschlussfolgert, dass die „klassichen“ Empfehlungen, weniger Fleisch und mehr Gemüse zu essen oder sich gar mediterran zu ernähren, nach wie vor aktuell sind.

Frau Schüler stellte die Berliner NUGAT-Studie vor, die ACE als ernährungsbetontes Gen identifizierte und zum Abschluss räumte Frau PD Dr. Rubin mit den „üblichen“ Mythen um Süßstoffe auf. Das sie etwa den Appetit anregen, konnte Sie nach Zusammenschau der Studien nicht bestätigen. Auch der zuletzt aufgrund einer Studie wild diskutierte Einfluss auf eine Glukosetoleranzstörung bewertete sie kritisch und zeigte einige Diskussionspunkte der Methode auf, weshalb sie unsere aktuellen Empfehlungen zum Süßstoffverzehr nicht beeinflussen sollten. Zudem konnte sie den Vorwurf, Süßstoffe würden gar dick machen anhand der vorliegenden Studien nicht bestätigen. Sie können durchaus zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden und seien insgesamt auf ihre Sicherheit gut geprüft. Guten Appetit!

Ein Gedanke zu “Proteinreiche Kost und Süßstoffe: hilfreich bei Diabetes?

  1. Hallo Fr. Poser,

    in Ihrem Text hat sich ein Schreibfehler eingeschlichen. Es ist zu lesen „… Einfluss auf eine gestörte Glukosetoleranzstörung bewertete sie kritisch …“. Ich denke es muss heißen “ … gestörte Glukosetoleranz …“ oder „… Glukosetoleranzstörung…“.
    Ist die NUGAT-Studie öffentlich zugänglich?

    Viele Grüße

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