Tagungs-Pressekonferenz

Im Rahmen der Diabetes Kongresse und Diabetes Herbsttagungen stellen die Kongress- bzw. Tagungspräsidenten und verschiedene DDG-Referentinnen und Referenten der Fach- und Publikumspresse aktuelle Themen vor. Tagungspräsident Dr. med. Nikolaus Scheper und Tagungssprecherin und -koordinatorin Dr. med. Cornelia Woitek erläuterten das Motto „Diabetes – mitten im Leben“ und verschiedene Veranstaltungshighlights: „Es ist eine Lebensaufgabe, an Diabetes erkrankt zu sein“, sagte Dr. Woitek. „Das Fach Diabetologie ist extrem vielfältig und umfasst alle Fachrichtungen, unter anderem Chirurgie, Kardiologie, Oecotrophologie, Psychologie – sie praktiziert zudem die ‚sprechende Medizin‘, bei der es auch darum geht, einander zu achten und aufeinander zu achten.“

„Die Ernährung ist ein Bereich mitten aus dem Leben, der zudem die Lebensqualität stark mitbestimmt“, ergänzte Dr. Scheper. „Im Symposium rund um Ernährungsthemen heute früh saßen circa 1000 Zuhörer, der Saal war voll.“ Auch Themen rund aktuelle Entwicklungen in der Diabetestechnologie seien sehr gefragt: „Das Symposium ‚Loopings in der Diabetestherapie‘ morgen am Samstag wird das immer populärer werdende Loopen aus mehreren Blickwinkeln betrachten“, so Dr. Scheper. „Ein Betroffener, ein Jurist, eine Diabetesberaterin sowie ich als Diabetologe werden unsere jeweilige Sicht dazu darlegen und aktuelle Fragen aus der Praxis diskutieren.“ Kürzlich habe eine seiner Patientinnen, eine extrem motivierte Triathletin mit Typ-1-Diabetes, in der Sprechstunde verkündet, dass sie nun „Loopen“ wolle. „Hier ist für mich als Diabetologe unklar, wie die Rechtslage aussieht: Darf ich ihr nach wie vor Insulin verschreiben, wenn ich weiß, dass sie es zum Loopen verwendet?“

Auf die Frage, welche Kernbotschaft alle Teilnehmenden der Tagung mit nach Hause nehmen sollten, antwortete Dr. Woitek: „Ermutigung lautet das Schlüsselwort – alle sollen sich für die Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten neu ermutigt fühlen. Das ist nicht immer leicht, gerade bei Betroffenen, die von ihrer Erkrankung sehr frustriert sind. Wir hoffen, dass die Teilnehmenden ermutigt werden, die individuellen Schicksale (wieder) besser wahrzunehmen sowie auf sich selbst und andere einzugehen.“

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