Pioniere des künstlichen Pankreas

Ein Bereich, dessen Existenz mir nach sieben Semestern des Medizinstudiums gänzlich unbekannt war, wurde bei dieser Herbsttagung immer wieder aufgegriffen und diskutiert und weckte dadurch mein Interesse: die Anwendung von DoItYourself-„Closed-Loop“-Systemen.

Dabei scheint eine Kopplung von CGM(Continuous Glucose Monitoring)-Sensoren und Insulinpumpe zu einem künstlichen Pankreas naheliegend. Probleme ergeben sich aber an der Schnittstelle. Auf Grund fehlender Alternativen übernimmt ein vom Patienten über Open Source Software programmiertes Elektrogerät, häufig ein Smartphone, die Steuerung der Insulinpumpe entsprechend der CGM-Sensordaten. Neben allgemeinen unkalkulierbaren Risiken für den Patienten stellt sich für die Therapeuten im Umgang damit die Frage der Haftung nach dem Medizinproduktegesetz.

Eine Diabetologin, die Looper betreut, hebt vor allem positiv hervor, dass die intensive Auseinandersetzung während der Programmierung der App ein gutes Krankheitsverständnis des Patienten fördert. Zudem lobt sie die Eigeninitiative der Patienten.

Sich ihrem Arzt zu offenbaren sollen Looper aber nicht fürchten, denn in der Diskussion schien breiter Konsens zu herrschen, Looper nicht von ärztlicher Betreuung auszuschließen und sich selbst und Internetforen zu überlassen, auch wenn das juristische Gutachten „Looper“ viele Fragen zum konkreten rechtssicheren Umgang offenlässt.

Lucas René Koenen

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