Orale Antidiabetika: Mehr als nur Blutzucker und Gewicht

Orale Antidiabetika (OADs) senken in der Behandlung des Typ-2-Diabetes nicht nur den Blutzuckerspiegel und im besten Falle das Gewicht, sondern einige Substanzen haben zudem positive und hochinteressante Auswirkungen auf das kardiovaskuläre Outcome.
Mit diesem Wissen aus der Uni haben wir uns am Donnerstag auf den Weg zum Sitzungssaal „van Noorden“ in der obersten Etage der beeindruckenden Hamburger Messehallen gemacht, um die Veranstaltung „CVOTs in der Diabetologie“ zu besuchen.

In einem spannenden Übersichtsvortrag von Professor Seufert aus Freiburg wurde die aktuelle Datenlage zu DPP4- sowie SGLT2-Inhibitoren und GLP1-Rezeptoragonisten zusammengefasst. Insbesondere die Ergebnisse der LEADER- (Liraglutid) und EMPA-REG-Studie (Empagliflozin) sind vielversprechend. Beide Studien ergaben eine Reduktion der kardiovaskulären Mortalität sowie der Gesamtmortalität und einen positiven Effekt im Hinblick auf Nierenerkrankungen im Vergleich zu Placebo.
Besonders interessant empfand ich ein Ergebnis der EMPA-REG-Studie, welches eine signifikante Reduktion der Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz um 35% unter Empagliflozin ermittelte.

In einigen Substanzen aus der Gruppe der OADs scheint großes Potential zu liegen, was die Innere Medizin und auch uns als Nachwuchs sicher noch lange klinisch wie wissenschaftlich beschäftigen wird.

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