Neustart 2016: Gute Vorsätze für Ärzte und Patienten

Abnehmen, gesünder essen, mehr Sport treiben und endlich mit dem Rauchen aufhören. Wie oft haben Sie sich das schon vorgenommen? Wenn es um gute Vorsätze geht, sind Ärzte oftmals nicht erfolgreicher als ihre Patienten: die gesamte Motivation, die sie sich am  Silvesterabend angetrunken haben, ist wie weggeblasen, sobald die Nebel des Neujahrskaters sich lichten. Schon bevor der Januar zu Ende geht, werden die Vorsätze beschämt unter den Teppich gekehrt.

Fotolia/Weber

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Haben Vorsätze dann überhaupt einen Sinn? Ja, ja, ja – gerade, wenn Sie Menschen mit Typ-2-Diabetes betreuen, sollten Sie tapfer an die Macht der guten Vorsätze glauben. Denn die ganzen Lebensstiländerungen, die wir uns jedes Jahr aufs Neue vornehmen, könnten Ihren Patienten tatsächlich helfen ihren Diabetes endlich in den Griff zu bekommen. Deswegen ist gerade der Jahreswechsel eine gute Gelegenheit, neue Behandlungsziele zu setzen und gemeinsam zu überlegen, wie sie erreicht werden können. Es müssen ja nicht gleich die ganz großen Sprünge sein. Wie wäre es zum Beispiel, wenn der Patient versuchen würde, seinen Blutzucker regelmäßig zu messen und die Werte aufzuschreiben? Vielleicht könnten Sie ihm helfen, konkrete Regeln festzulegen, wie ihm das besser gelingt?

Und damit wären wir bei den guten Vorsätzen für Diabetologen und alle, die es werden möchten: leihen Sie Ihren Patienten öfter mal ein Ohr. Denn das Patientengespräch kommt in fast allen Arztpraxen zu kurz. Aufgrund des hohen Termindrucks werden nur die Routinefragen durchgegangen, oft bleibt nicht einmal die Zeit die Antwort auf die Frage „Wie geht es Ihnen?“ auch wirklich abzuwarten. Vielleicht können auch Sie sich für das neue Jahr etwas vornehmen. Wie wäre es zum Beispiel mit der abschließenden Frage: „Möchten Sie noch etwas besprechen?“

In diesem Sinne einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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