Manchmal ist es nicht so leicht: die besonderen Fälle

Insgesamt wurden bei diesem sehr interessanten Vortrag 9 Fälle vorgestellt, die nicht ganz alltäglich sind. Aus Platzgründen, hier nur die zwei spannendsten.

Labyrinth

Fotolia/alphaspirit


Ein Patientin, 37Jahre, bekannter Diabetes Typ 2 seit 2000, kommt in die Praxis. Sie hat an den Spritzstellen Indurationen, Juckreiz und stark schwankende Blutzuckerwerte. Sie wechselt die Spritzstellen, eine allergische Reaktion wurde nicht nachgewiesen, was die ersten Vermutungen waren. Letzlich zeigte sich eine subcutane Insulinresistenz, die sehr selten auftritt. Eine Therapie hierfür ist eine Intraperitonealpumpe, Diaport. Das ist ein Port über den direkt ins Peritoneum das Insulin abgegeben wird. Dadurch waren die Blutzuckerwerte der Patientin deutlich stabilisiert. Insgesamt sind in Deutschland derzeit 42 Patienten und 106 akkumulierte Patienten damit bekannt. Ich hatte ehrlicherweise noch nie darübert gehört und fand es sehr spannend.

Der nächste Fall ist eine 38 jährige Patientin mit bekanntem Diabetes mellitus mit Metformintherapie und Therapie mit Liprolog. Sie wiegt 136 kg. Vor zwei Wochen hat sie festgestellt, dass sie schwanger ist, jetzt in der 15. Woche. Was jetzt? In diesem Fall wurde der Blutzucker zum Wohle des Kindes schnell gesenkt. In der 26. SSW bekam die Patientin eine Therapie-induzierte Polyneuropathie (PNP). Es gibt bisher keine Studie, die zeigt, wie schnell man den Blutzucker, insbesondere bei Erstdiagnose senken soll, allerdings tritt aber bei schnelle, senken gelegentlich diese PNP auf. Im vorgestellem Fall wurde das Baby in der 33 SSW geboren und war gesund, aber etwas klein. Die Mutter hatte starke Schmerzen, die nur medikamentös zu therapieren waren.

Manche Patienten lassen sich eben nicht wie im Lehrbuch behandeln.

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