Lerche oder Eule? – Wann du Sport machen solltest

Symposium: Neue Ansätze bei der Prävention durch Sport, D. Pesta

Die positiven Effekte von Sport auf die Blutzuckerregulation sind lange bekannt, man unterscheidet hierbei in akute und chronische Effekte der körperlichen Aktivität. Durch akutes Training z.B. kommt es zu einer Optimierung der Glykämie durch eine verbesserte nicht-Insulin-abhängigen Glucoseaufnahme in den Skelettmuskel. Durch chronisches Training hingegen wird der positive Effekt auf die Blutzuckerregulation durch eine verbesserte Mitochondrienfunktion erzielt.

Die körperliche Leistungsfähigkeit scheint jedoch interindividuell verschieden und einer zirkadianen Regulation zu unterliegen. Abhängig vom zirkadianen Phänotyp erreicht die „Lerche“ ihre maximale prozentuale Leistungsfähigkeit bereits am frühen Morgen, die „Eule“ erst am Abend (Facer-Childs et al. Curr Biol. 2015 Feb 16;25(4):518-22). Die Varianz dieser Leistungsfähigkeit über den Tag erreicht hierbei Unterschiede von bis zu 26%.

Diese zirkadiane Rhythmik zeigt die Relevanz des Timings von körperlicher Aktivität. Doch wann sollte man nun Sport machen, um einen positiven Effekt auf die Glykämie zu erzielen? Savikj et al. zeigen hierzu ganz aktuell, dass bei Männern mit Typ-2-Diabetes körperliche Aktivität, die am Nachmittag durchgeführt wird, einen größeren Benefit auf die Blutzuckerregulation bewirkt, als Frühsport (Savikj et al. Diabetologia. 2019 Feb;62(2):233-237).

1:0 für die Eulen!

Franziska Büsing

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