Kardiometabologie

In der Session „Herzinsuffizienz und Diabetes“ wurden die Hintergründe der wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahre zu diesem besonders aktuellen Schnittpunktthema zusammengefasst. Die Session wurde geleitet von Nikolaus Marx und Wilhelm Krone und umfasste vier interessante State-of-the-art-Vorträge.

In Vorträgen von Nikolaus Marx, Roland Schmieder, Katharina Schütt und Ralf Westenfeld wurden verschiedenste Gesichtspunkte beleuchtet, für die Therapie von Patienten mit Diabetes Mellitus und kardiovaskulären Komorbiditäten (z.B. KHK, Hypertonie, Herzinsuffizienz, pAVK, Vorhofflimmern).

Große Hoffnungsträger in diesem Feld sind die relativ neuen antihyperglykämen Substanzklassen der GLP-1-Analoga und SGLT2-Inhibitoren. Drei Vertreter der ersteren konnten in den fünf bisher publizierten Studien einen protektiven Effekt auf kardiovaskulär kombinierte Endpunkte (Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod) erreichen. Effektiver bei Herzinsuffizienz scheinen jedoch SGLT2-Inhibitoren zu sein, die in drei von drei bisher publizierten Outcome-Studien nicht nur eine Reduktion der o.g. kombinierten kardiovaskulären Endpunkte, sondern auch die Reduktion der Hospitalisierungsrate für Herzinsuffizienz erreichen konnten.

Die Ergebnisse der nächsten und bisher umfangreichsten GLP1-Analoga-Studie werden bereits nächsten Sonntag publiziert und mit Spannung erwartet. Es ist womöglich Zeit für eine neue Disziplin der inneren Medizin: Den Facharzt für Kardiometabolische Medizin (https://www.amjmed.com/article/S0002-9343(19)30222-0/fulltext).

Elric Zweck

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