Kaffee – Unser ständiger Begleiter?

Die Ernährung gilt als modifizierbarer Risikofaktor für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Entsprechende diätische Interventionen können bekanntermaßen zu einer Verbesserung des Krankheitsverlaufes führen, indem das Körpergewicht reduziert wird.

Allerdings stellt sich natürlich die Frage, was eine diabetesgerechte Ernährung wiederspiegelt. Welche Lebensmittel wirken sich protektiv auf den Stoffwechsel aus und welche sollte man lieber in Maßen genießen oder sogar lieber meiden? Und wie gesund ist das Lieblingsgetränk vieler Deutscher? Schließlich zählt Kaffee zu den am häufigsten konsumierten Getränken. Weltweit werden pro Tag 3 Millionen Tassen an Kaffee verzehrt. Ist es ratsam diesen Kaffeekonsum einzuschränken?

Dieses Thema wurde in einem interessanten Vortrag von Prof. Dr. C. Herder angesprochen. Es wurden Studienergebnisse zu Assoziationen von Kaffeekonsum, Risiko für die Entwicklung eines Diabetes und der Mortalität vorgestellt.

Um zunächst das Wichtigste für viele Leser vorwegzunehmen: Entwarnung für die Liebhaber dieses Heißgetränkes! Zumindest basierend auf den vorgestellten Meta-Analysen konnte eine lineare Assoziation zwischen hohem Kaffeekonsum und niedrigem Risiko für Typ-2-Diabetes aufgezeigt werden. Zudem war hoher Kaffeekonsum mit verringerter Mortalität assoziiert.

Allerdings drängt sich nun verständlicherweise die Frage auf: Welche der diversen Inhaltsstoffe des Kaffees (wie u.a. Alkaloide, Polyphenole, Diterpene und Mineralien) bewirken diese positiven Effekte? Lediglich auf Koffein sind diese Wirkungen anscheinend nicht zurückzuführen.

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass noch einiges an Forschungsarbeit geleistet werden muss, um anhand von Interventionsstudien beurteilen zu können, ob Kaffee tatsächlich das kardiometabolische Risiko verringert und um klinische Empfehlungen aussprechen zu können.

Zudem halte ich für mich fest, dass ich auch weiterhin das „schwarze Gold“ genießen werde…

Corinna Niersmann

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