Intervallfasten

Diäten und Ernährungsmethoden scheinen alle so verschieden und alle Jahre kommt ein neuer Hype.

In den letzten Jahren war es Intermettierendes Fasten (IF).

Dabei gibt es mehrere Methoden:

  • eine 5:2 Diät, das heißt fünf Tage essen und zwei Tage fasten
  • jeden 2. Tag komplett fasten (alternative day fasting = ADF)
  • 16-20 Stunden-Fastenphasen (teilweise wird bei Frauen auch ein 14:8 Rhythmus empfohlen)

Behauptet wird unter anderem, dass man damit

  • leichter abnehmen kann und
  • das Gewicht dann besser halten kann.

Leider sind bisher nur wenige Studien durchgeführt worden.

Frau Professor Anja Bosy-Westphal präsentierte eine Reihe von Untersuchungen, die folgendes Bild ergaben:

  • Intermettierendes Fasten versus normales Diäten: Beides funktioniert im Schnitt gleich gut zum Abnehmen (bezüglich Durchhalten und verlorener Kilos).
  • Modifiziertes Fasten mit circa 30 Prozent der Kalorien versus 0 Prozent funktioniert ähnlich gut.
  • Intermettierendes Fasten führt NICHT zum Muskelverlust oder schläfert den Stoffwechsel ein (= metabolische Adaptation).
  • Fasten verschlechtert kurzfristig die metabolische Flexibilität aufgrund der höheren Freisetzung von Fettsäuren durch die Fastenzeit. Das ist aber kein Problem solange abgenommen wird.

Fasten an sich ist keine Zauberei. Entscheidend ist bei einem zu hohen Körperfettanteil eben das Abnehmen.

Das erweiterte Fazit aus dem Publikum, worauf es am Ende hinausläuft und was sich immer wiederholt: Kaloriendefizit, Ballaststoffe, nicht Rauchen und Alkoholkonsum einschränken.

Auch ein höherer Eiweißgehalt in der Ernährung (Sortierbare liste eiweißhaltiger Lebensmittel) hilft Muskelmasse zu schützen oder sogar aufzubauen und verbessert den Abnehmerfolg durch bessere Sättigung.

Wie so oft funktionieren ein paar Dinge extrem gut und sich in Details verlieren bringt nichts.

Das konnte man mitnehmen: Intermettierendes Fasten ist eine legitime und sinnvolle Ernährungsform, sofern der Patient gut damit fährt und abnimmt. Wunder erwarten sollte man nicht.

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