Insulinresistente Mutter bedeutet „hirnresistentes“ Kind

Von Nikolaos Perakakis

In einer sehr gut besetzen Session wurden am Freitagnachmittag verschiedene Aspekte im Bereich der Prognose, Diagnostik und Therapie des Gestationsdiabetes diskutiert.Das Highlight dieser sehr interessanten Sitzung war die Vorstellung der Daten aus der Uniklinik Tübingen über die funktionelle Änderungen des Gehirns bei Kindern insulinresistenter Mütter.

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Durch eine sehr anspruchsvolle Methode mit magnetoenzephalographischen Kontrollen des Fötus während der Schwangerschaft konnte erstmals demonstriert werden, dass die Fetten insulinresistenter Mütter eine deutlich verlangsamte Hirnreaktion postprandial zeigen. Dieses Ergebnis deutet, dass die zentralnervöse Insulinresistenz und ein beeinträchtigter peripherer Glukosestoffwechsel bereits während der fetalen Entwicklung programmiert werden könnten.
Für Prof. Dr Fritsche gilt es nun die nächste wichtige Frage zu beantworten: Kann Diät oder Insulintherapie die beinträchtige fetale Hirnfunktion bei Gestationsdiabetes erneut ändern? Wünschenswert wäre es.

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