„Inflammaging“ – Was darf auf die Einkaufsliste?

Die Kombination aus Entzündung und Alterung bringt einige pathologische Prozesse mit sich. So liegt beim Inflammaging eine metabolische Entzündung im viszeralen, als auch im subkutanen Fettgewebe vor. Gleichzeitig kann es zu arteriosklerotischen Veränderungen sowie zu einer NASH, also auch zu einer Insulinresistenz im Gehirn kommen. Risikogruppen sind hierbei Menschen mit Adipositas oder Diabetes, Raucher, jüngere Männer und ältere Frauen.

Jetzt stellt sich die Frage, was diese Risikogruppen alleine mit ihrer Ernährungsweise bewirken können, um das entzündliche Geschehen in ihrem Körper einzudämmen. Man hört immer wieder von der allseits gelobten mediterranen Ernährung mit dem Trend zu moderatem Fleischkonsum und einem mehr an Obst-und Gemüse. Auch in diesem Fall können die dafür typischen Lebensmittel, wie Nüsse, Olivenöl und auch die Ω3-Fettsäuren das CRP und IL-6 senken. Obwohl Ω6-Fettsäuren zu einer Steigerung des CRP führen können, sollten sie trotzdem in gesundem Verhältnis zu den Ω3-Fettsäuren aufgenommen werden. Im Gegenzug dazu schneidet in Untersuchungen die „High-fat diet“ (oder auch „Western diet“ genannt) eher schlecht ab. Ein Überschuss an gesättigten Fettsäuren kann das Inflammaging vorantreiben. Menschen mit Inflammaging dürfen sich aber freuen zu hören, dass Kaffeekonsum die Entzündung ebenfalls positiv beeinflussen kann. Auch Supplemente, wie Vitamin D/E, Mineralstoffe, als auch sekundäre Pflanzenstoffe, wie Resveratrol, Quercetin und Curcuminoide zeigen in Studien ihre positiven Effekte.

Fazit von meiner Seite: Beim Inflammaging sollte vor allem auf eine Ernährungsweise geachtet werden, die ausreichend auf pflanzlichen Lebensmitteln beruht und aber auch Fleisch in moderatem Maß erlaubt. Und dabei sollte man nicht zögern, bei einem regionalen Metzger einzukaufen 🙂

Juliane Brandes

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