„individuell“ – Das Motto des DDK15 auf dem Prüfstand

Das Motto des DDK15  innovativ – individuell – nachhaltig, scheint auf den ersten Blick etwas beliebig: es könnte ebenso gut als Werbeslogan für ein neues Automodell herhalten.

Um dem wahren Gehalt der Individualität auf die Spur zu kommen besuchte ich das Symposium „Diabetessubtypen und individualisierte Diabetestherapie“

Schnell war klar: das Symposium erfüllte das zuvor auch von Kongresspräsident Prof. Dr. med. Norbert Stefan gesteckte Ziel, das Kongressmotto mit Leben zu füllen, denn allein ein kurzer Blick auf die nationale Versorgungsleitlinie macht klar: Ein so großes und breitgefächertes Arsenal im Kampf gegen Diabetes gab es noch nie.

Gleichzeitig gilt: eine Wunderwaffe gibt es nicht. Jede Therapie weißt Vor-und Nachteile auf.

Im Rahmen dieses Symposiums wurde Frau Professor Kellerer mit der Hellmut-Otto-Medaille 2015 geehrt. In einer emotionalen und persönlichen Laudatio unterstrich Prof. Häring aus Tübingen den vielfältigen Werdegang von seiner langjährigen Mitarbeiterin.11267607_10204101560678965_296473941_o

Der behandelnde Diabetologe_in darf nicht müde werden die individuellen Ressourcen des Patienten zu hinterfragen: Wie funktioniert der Umgang mit Spritztechniken? Was sind die jeweiligen Präferenzen? Ist kurzfristig eine Schwangerschaft geplant etc…

Frau Prof. Kellerer ermutigte ebenso aus dem Schema herauszudenken, denn: Diabetes ist nicht gleich Diabetes und ein Patient mit Typ II muss nicht unbedingt über 50 Jahre sein und adipös.

Um die gesamte individualisierte Insulintherapie darzustellen bedarf es sicherlich mehr als einem Blogeintrag: Daher lieber mein kurzes Fazit:

Individualität ist die Herausforderung und Lösung der Diabetes-Behandlung in den nächsten 50 Jahren. Der DDK weiß darum und schreibt das Thema groß. Richtig so.

P.S. Wer sich noch einmal auf den neusten Stand bringen möchte, kann die Versorgungsleitlinie hier Lesen und die CME Fragen auf Seite 14  beantworten!

 

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